Geburt, Schwangerschaft
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Wie klein wirst du angesichts deiner subtilen Ängste?

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Manchmal kommt sie schleichend.

Manchmal plötzlich.

Die Angst.

Sie kommt, sie geht. … manchmal bleibt sie … oder sie geht und kommt wieder ….
Das fühlt sich belastend an.

Deine ganze Vorfreude ist richtiggehend getrübt. Wie soll das alles nur werden, wenn jetzt dein Baby kommt?

Die Auslöser deiner Ängste können ganz verschieden sein. Ein unbedachter Satz, der bei einer Vorsorgeuntersuchung gefallen ist … dein Baby – zu groß, zu klein … Blutwerte, Laborwerte – etwas, was nicht der Norm entspricht. Oder du musst plötzlich liegen, weil dein Baby sich viel zu früh auf den Weg machen möchte.

Und dann ist sie da – die Angst … und mag sich gar nicht mehr richtig vertreiben lassen.

Da drängt sich dir vielleicht die Frage auf:

zit
Bin ich falsch?”

Warum hat die Angst so eine Macht, dass sie die ganze Vorfreude, die eben noch da war so sehr trübt?

Und wie reagierst du jetzt am Besten, um deine Angst zu bewältigen?

Zwei erste, unmittelbare Reaktionen gehen da Hand in Hand.

Es ist wichtig, dass du deine Schwäche in dieser Angst zulassen kannst!

  • Die vielen unbekannten Komponenten, die mit deiner Schwangerschaft und Geburt einhergehen.
  • Die Abhängigkeit von den Aussagen anderer über die eigene Gesundheit und die Gesundheit des eigenen Babys.
  • Die vielen “To do’s” die oft noch auf der Liste stehen und erledigt sein sollen, bevor das Baby kommt.

Da kommt ganz schnell das Gefühl auf, der Situation nicht mehr gewachsen zu sein.

Oder es ist ein plötzliches Ereignis, welches die gemachten Pläne erst einmal völlig über den Haufen wirft.

Dann ist es mit dem Gefühl “guter Hoffnung” zu sein, ganz schnell vorbei.

Und – ob du es glaubst oder nicht: Das ist völlig ok!

Du darfst Angst haben!

Du darfst dich auch dafür schämen, Angst zu haben.

Du darfst weinen, jammern und fluchen!

Es sind deine Gefühle – und sie nicht ernst zu nehmen hieße auch, dich selbst nicht ernst zu nehmen.

Deine Ängste sind gleichzeitig aber auch ein Indikator dafür, dass für dich etwas nicht ganz rund läuft. Dieses Warnschild, welches dir deine Emotionen da hochhalten, ist wichtig! Wenn du dich selbst in dieser Situation für voll nimmst, kannst du daran wachsen.

Das führt und auch zur zweiten Reaktion, die an dieser Stelle nicht fehlen darf.

Es ist wichtig, dass du zu deiner inneren Stärke wieder zurück findest!

Du bist einfach nicht du, wenn innere Ängste dich zerfressen. Sie kosten deine Freude, deine Konzentration, deine Zuversicht und so vieles mehr! Sie hindern gute Hormone daran, dir das Leben leichter zu machen.

Doch was kannst du tun, um zu deiner inneren Stärke zurückzufinden?

1. Nutze Wissen zur Stärkung

Du musst kein Profi sein! Ein Semi-Profi zu sein, kann dir aber sehr gut helfen.

Nutze deine Schwangerschaft, um deinen Körper noch einmal neu kennenzulernen. Auf Wissensebene.

Ein gutes Buch kann dich durch die Schwangerschaft und die Vorgänge, die in deinem Körper in dieser Zeit stattfinden, auf dem Laufen halten. Und ein zweites Buch, um dein Wissen zu stärken, dass du fähig bist dein Baby zu gebären.

Natürlich musst du selbst abwägen, welche Arten von Wissen dich stärken und welche dich straucheln lassen. Finde da deinen Weg und dein persönliches Maß.

2. Nutze Austausch zur Stärkung

Seit du schwanger bist erfährst du sicher häufiger von Erlebnissen anderer Mamas.

Selbst wenn diese schon weit zurückliegen, sind die Erlebnisse dieser Zeit in vielen Frauen mit vielen Details präsent.

Suche hier vor allem den Austausch mit Frauen, von denen du weißt, dass sie ihre Geburt als stärkend empfunden haben. Von ihnen kannst du lernen, wovon sie profitiert haben.

Natürlich wirst du auch einmal erfahren, dass Frauen ihre Erlebnisse rund um die Geburt als schwierig empfunden haben. Frage sie, was sie sich in dieser Situation gewünscht hätten. Oder was sie früher hätten tun sollen, wenn sie jetzt zurückblicken.

So kannst du lernen, was du vorbereiten kannst und welche Hilfe du dir an Board holen kannst.

3. Nutze Achtsamkeit dir gegenüber zur Stärkung

Du merkst, dass es wichtig ist, die äußeren Einflüsse manchmal zu filtern. Oder auch auf Abstand zu Einflüssen zu gehen, die dir gerade nicht gut tun.

Manchen Einflüssen wirst du dich nicht völlig entziehen können.

Dann kann es helfen zumindest vorübergehend auf Abstand zu gehen, damit du dich einer anstrengenden Situation erst dann aussetzen musst, wenn du genug deiner inneren Stärke zurückerlangt hast.

4. Nutze deine Atmung zur Stärkung

Bewusst zu atmen bringt unseren Körper zur Ruhe, wenn wir angespannt sind.

Lasse dabei deine Schultern hängen und schließe auch ruhig die Augen.

Nun lasse deinen Atem fließen. Durch die Nase ein, so dass sich dein ganzer Bauch weit füllt. Wie ein großer Ballon. So weit es dir angenehm ist.

Dann lässt du deine Atmung langsam durch deine nur wenig geöffneten Lippen wieder hinausströmen aus deinem Körper.

Halte den Strom deines Atems dabei nie an, sondern lasse in gleichmäßig durch deinen Körper strömen.

5. Nutze Meditation zur Stärkung

Verschiedene Arten der Meditation werden inzwischen ganz bewusst zur

Vorbereitung auf die Geburt genutzt. Sehr bekannt ist das Schwangerschafts-Yoga, aber auch autogenes Training zur Geburtsvorbereitung und Hypnobirthing hat miteinander verwandte Ansätze.

Durch Konzentration und Entspannung Ängste bewusst zu vertreiben oder gar nicht aufkommen zu lassen, kann dir Schwangerschaft und Geburt erleichtern.

6. Nutze Affirmation zur Stärkung

Stelle dir vor, du hast gerade echt miese Laune oder bist sehr traurig.

Wenn du nun beginnst zu lächeln (obwohl dir nicht danach ist) beginnt dein Körper sich auf eine gute Stimmung einzustellen und es geht dir nach und nach besser.

Unser Körper lässt sich also beeinflussen.

Auch durch Glaubenssätze.

Davon, dass der Glaube Berge versetzen kann, wird bereits in der Bibel berichtet.

Das funktioniert in zweierlei Richtung.

Affirmationen sind bewusst gewählte, wahre und positive Glaubenssätze oder Bilder vor dem inneren Auge. Du kannst sie für deine Schwangerschaft, Geburt und dein Leben mit Baby formulieren.

Wichtig ist, dass du dir Affirmationen immer wieder (laut und in Gedanken) vorsagst.

Du kannst sie zum Beispiel aufschreiben oder ausdrucken und an Orten aufhängen, an denen du eine Weile des Tages verbringst. Zum Beispiel an deinem Badspiegel oder in der Küche rund um den Herd.

Fazit.

Ängste in der Schwangerschaft sind weit verbreitet.

Es ist völlig ok, das Gefühl der Angst zu haben. Das gehört zu dem Veränderungsprozess durch den du gerade gehst dazu.

Deine Angst wird für dich immer dann “gefährlich”, wenn sie anfängt dich zu beherrschen. Außerdem machen Ängste das Leben grau und weniger schön.

Deshalb ist es total schön, wenn du deine Ängste so behandeln kannst, dass du sie bald wieder los wirst.

Dazu gibt es einen recht übersichtlichen 3-Schritte-Plan

  1. Schritt:
    Finde heraus, was deine Ängste auslöst bzw. ausgelöst hat. Sollte das (gerade) nicht möglich sein, überspringe diesen Schritt fürs erste.
  2. Schritt:
    Finde heraus, ob und wie es möglich ist, deinen Angstauslöser loszuwerden. Das kann sich widerspiegeln in einer klareren Haltung deinem Auslöser gegenüber. Oder vielleicht ist es gar nicht mehr notwendig, dass du mit dem Auslöser konfrontiert wirst, so lange er so großen Einfluss auf dich hat.
  3. Schritt:
    Fülle dich auf, mit positivem Wissen, ermutigenden Erfahrungsberichten und guten Gedanken. Unsere Gedankenwelt hat einen so unglaublich großen Einfluss darauf, wie es uns geht. Positive Affirmationen – also Glaubenssätze – systematisch zu nutzen, lässt angstmachenden Gedanken viel weniger Platz.

Welche Ängste sind es, die dich bewegen? Was tust du bisher (erfolgreich), um gegen sie anzukommen?

Hältst du es für wichtig, offen darüber zu sprechen, dass die Ängste in einem so großen Veränderungsprozess völlig in Ordnung sind? Dann teile diesen Artikel bitte mit deinen Freundinnen.

Alles Liebe und bis bald,
~Tabea

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Tabea Laue | Kinderkrankenschwester & IBCLC-Stillberaterin

Ich berate Frauen in der Vorbereitung auf die Stillzeit, helfe beim Lösen von Stillproblemen und darüber hinaus in allen Phasen der Stillzeit, beim Tandem-Stillen und bis hin zum Abstillen.
Tabea Laue | Kinderkrankenschwester & IBCLC-Stillberaterin

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