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MML004 – 7 Babybedürfnisse, die du im Blick haben musst

Baby Bedürfnisse

Dein Baby bringt viele Bedürfnisse mit in diese Welt. Babybedürfnisse zu erfüllen ist die große Aufgabe der ersten Wochen und Monate.

Shownotes dieser Episode

[Podcast] – Was bedeutet „bedürfnisorientiert“ für dein Baby

[Blogartikel] – 51 Gründe, warum dein Baby weint

[Blogartikel] – 13 Brücken in den Babyschlaf

[Online-Kurs] – Dein Baby verstehen

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Was sind die Grundbedürfnisse eines Babys?

Wenn wir von Babybedürfnissen sprechen, dann denken wir – zumindest nehme ich das oft so wahr – an 3-4 Grundbedürfnisse. Schlaf, Ernährung, Wärme & Sauberkeit.

Die Grundbedürfnisse sind für die meisten sonnenklar.

1. Schlaf

Ohne ausreichenden Schlaf oder bei längst überschwänglicher Müdigkeit werden Babys und Kleinkinder unausstehlich. Dann brauchen sie im besonderen Maße unsere Geduld und unser Verständnis.

Der Schlaf von Babys in der Gesellschaft erhält dabei dennoch einen Stellenwert, der manchmal fragwürdig ist.

Vor allem, wenn du schon beim Spaziergang in den ersten Wochen gefragt wirst, ob dein Baby schon durchschläft.

In den ruhigen Schlaf zu kommen ist für viele Babys alleine gar nicht möglich. Doch es gibt viele „Brücken“, die den Übertritt in den Schlaf auch für dein Baby erleichtern können.

2. Ernährung

Für dein Baby gilt – wenn wir nur den „jetzt-Moment“ betrachten: Hauptsache satt.

Deshalb wenden sich Babys bei Stillproblemen auch schnell einmal der „leichteren“ Nahrungsquelle zu.

Langfristig gesehen, also wenn man die Nährstoffversorgung, die Hirnentwicklung, die Darmflora, die Erkrankungswahrscheinlichkeit und die Muskelentwicklung im Gesicht (und damit die Sprachentwicklung & Zahngesundheit) haben einen entscheidend besseren Stand, wenn ein Baby die Möglichkeit hat zu Stillen.

Dabei gilt für die Wahl der Nahrung in den ersten 6 Monaten ganz klar die WHO-Empfehlung für Industrieländer

  1. Stillen
  2. Muttermilch der eigenen Mutter
  3. Frauenmilch von einer anderen Mutter
  4. Pre-Nahrung (Formula)

Spezialnahrungen zb. auf Sojabasis sind dabei nur in absoluten Ausnahmesituationen (also wenn das Baby mit einer Unverträglichkeit auf Pre reagiert) zu verwenden. Jede Nahrung, die nicht als Pre-Nahrung ist weniger streng kontrolliert und hat weniger Auflagen für die Zusammensetzung der Nährstoffe.

Der Alternativ-Trend Babynahrungen selbst herzustellen, katapultiert die betroffenen Familien in der gesundheitlichen Gefährdung zurück ins Mittelalter. Eine gesundheitsgefährdende, teils lebensgefährliche Entscheidung!

3. Wärme

In den ersten Lebenstagen verbraucht dein Baby deutlich weniger Kalorien, wenn es warm gehalten wird. Es hat weniger Hunger, weil keine Energie verpufft.

Auch die Sauerstoffversorgung von Babys, die im direkten Hautkontakt mit ihrer Mama liegen, ist unmittelbar und messbar besser!

Als Mama bist du die beste Wärmflasche, denn dein Körper wird besonders warm dort auf Brust & Bauch, wo dein Baby am kuscheligsten liegt.

Doch es gibt auch Bedürfnisse von Babys, die uns oft nicht ganz so klar sind

Nicht immer ist es leicht, herauszufinden, was die Babys denn genau brauchen.

Vor allem, wenn wir eher an die kurzfristigen „Problemchen“ wie Hunger oder Bauchweh denken.

4. Kommunikation

Manche Mütter kommunizieren völlig intuitiv mit ihren Babys. Doch das ist keine gott-gegebene, an jederman verteilte Fähigkeit.

Viele von uns müssen erst nach und nach lernen, wie ein Baby kommuniziert.

In einem Experiment in dem man die Ursprache der Menschen herausfinden wollte, verbot man den Pflegerinnen in einem Waisenhaus mit ihren Schützlingen zu sprechen. Ein katastrophaler Fehler. Die Babys starben!

Kontakt über Sprache ist wichtig!

Und dein Baby spricht bereits ab dem Moment der Geburt, wie wir aus der reflexbasierten Laut-Sprache (Dunstan Baby Language) wissen. Diese Sprache verliert sich allerdings nach 12 Wochen, wenn sie nicht beantwortet wird.

5. Bindung

Wenn wir von Bindung sprechen, dann sprechen wir von der Bedeutung, die unser gegenüber für uns hat. Und in welchem Verhältnis wir zueinander stehen.

Haben wir eine Beziehung die vertrauenswürdig und stabil ist? Trauen wir einander?

Auch Babys können bereits die Bindungen zu mehreren Personen in ihrer Bindungspyramide unterbringen. Da stimmen die Beobachtungen in traditionell lebenden Stämmen und in der Bindungsforschung überein.

Doch es gibt relevante Unterschiede!

Die Bindungsqualität kann ganz unterschiedlich sein. Und die Bindungsqualität kann verbessert werden in der liebevoll zugewandten Pflege, bei der Babymassage, beim Tragen, im Spiel und im Dialog.

Nicht nur Stillen fördert eine gute Bindung – sondern Bindung kennt viele Wege! Das ist wichtig zu wissen, wenn das Stillen nicht geklappt hat und auch, wenn du der Nicht-Stillende Part in eurer Familie bist.

6. Sicherheitsgefühl

Sicherheit ist wichtig – und unser Gefühl sagt uns oft, ob eine Situation sicher ist.

Wenn Vertrauen ständig oder nachhaltig enttäuscht wird, dann leidet das Sicherheitsgefühl.

Das zeigt sich oft darin, dass nach einer schwierigen Geburt oder einem Kaiserschnitt mit Trennung zwischen Mama und Baby, auch das Vertrauen in die Sicherheit gelitten hat.

Zum Glück gibt es gute Möglichkeiten dieses Vertrauensband wieder herzustelle und an den Herzensfaden – der bereits in den 9 Monaten im Bauch geknüpft wurde – anzuknüpfen.

Im Re-Bonding und Babyheilbad tun wir genau das im Rahmen von 3 liebevoll gestalteten Schritten und sehen die immense Auswirkung auf die Beziehung und auf das Stillen.

7. Selbstwirksamkeit

Wir können selbst wirksam sein. Ab Minute 0 auf der Erde.

Dazu gehört auch, dass Babys selbstwirksam sind, wenn sie die Geburt selbst anstupsen dürfen. Und wenn sie sich beim Bonding den Weg zur Brust selbst suchen können.

Selbstwirksamkeit heisst aber nicht (!!) etwas zu erzwingen.

Denn manchmal sind gerade Einflussfaktoren am Werk, die es deinem Baby unmöglich machen selbstwirksam zu agieren. Dein Baby braucht dir nichts zu beweisen.

Doch du kannst lernen achtsam zu sein und den Raum zu geben, damit dein Baby Chancen hat verpasste Gelegenheiten nachzuholen.

Warum dein Baby weint

Es gibt viele Tagesbedürfnisse, die kleine Babys Weinen lassen.

Eine neue Möglichkeit, dem Weinen deines Babys zu begegnen ist, dein Baby und seine Reflex-Worte zu verstehen.

Nicht für alle Grundbedürfnisse wird dich dein Baby mit Weinen erinnern. Du kannst lernen einen guten Rahmen von Bindung-Sicherheit-Selbstwirksamkeit zu erlernen.

Alles Liebe und bis bald,
Deine ~Tabea

 

Tabea Laue | Kinderkrankenschwester & IBCLC-Stillberaterin

Ich helfe dir bei Stillproblemen und Fragen im Leben mit deinem Baby. Weinen, Verwöhnen, Bedürfnisse, Schlafen, Beikost und bis hin zum Abstillen. Oder auch zum Weiterstillen in einer Folgeschwangerschaft. Alles hat seinen Raum.
Im Blog findest du dazu viele Gedanken und Anregungen - individuelle Beratungen finden per Videochat & Hausbesuch statt.
Schön, dass du da bist.

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