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Wie du deinen Geburtstermin berechnen kannst

geburtstermin berechnen

Als ich mit meinem Sohn schwanger war, konnte ich es gar nicht erwarten den Geburtstermin berechnen zu können. Natürlich wusste ich, dass die Berechnung vom Geburtstermin niemals ganz genau sein kann.

Gleichzeitig war meine Herausforderung, dass ich aufgrund eines PCOS (polyzystisches Ovariensyndrom) extrem unterschiedliche Zykluslängen hatte. Das hatte sich rund um unsere Hochzeit zwar etwas eingependelt – aber Vertrauen konnte ich darauf nicht.

Auch der Zeugungstermin war damit unklar. Es stand leicht und locker der Zeitraum von 2 Wochen intensiver Herzelzeit zur Auswahl.

Deshalb stelle ich dir in diesem Blogartikel 5 Möglichkeiten vor, den voraussichtlichen Geburtstermin berechnen zu können.

Jede der Möglichkeiten, um den Geburtstermin zu berechnen hat ihre ganz besonderen Vorzüge. Als erstes zeige ich dir meinen Lieblingsrechner…. ganz am Ende sag ich dir auch warum 🙂

1. Den Geburtstermin berechnen mit Hilfe eines Zeugungsrechners

Dieser Rechner eignet sich perfekt für dich, wenn du den ungefähren Zeugungszeitraum eingrenzen kannst, allerdings mehrere Tage zur Auswahl sind.

Eigentlich ist der Rechner für Männer entwickelt worden, die ihre Vaterschaft in Frage stellen. Das hat mich nicht davon abgehalten, diesen sehr ausgeklügelten Rechner zu nutzen.

Ich habe einen ungefähren Zeitpunkt der möglichen Zeugung gewählt und dann 10 Monate hinzugeschlagen. Mit einem ungefähren Geburtsdatum habe ich dann vor und zurück gespielt – den Kalender immer im Blick 😉

Durch die Angabe von Durchschnittswerten, Abweichungen bei Frühgeburt und Übertragung konnte ich mir gleich ein recht genaues Bild machen.

Was diesem Rechner vollständig fehlt ist ein Einblick in die aktuelle Entwicklung der Schwangerschaft.

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2. Den Geburtstermin berechnen und mehr über die Schwangerschaftswoche erfahren

Im Geburtsterminrechner von Urbia kannst du mit einem einzigen Datum ganz viel über deine Schwangerschaft erfahren.

Alles was du eingeben musst ist entweder

  • das Datum vom ersten Tag der letzten Periode oder
  • das Datum der Zeugung oder
  • das Datum des Eisprungs

Durch diese Vorgehensweise ist der Rechner supereinfach zu nutzen, allerdings einfach auch nicht ganz genau.

Dafür leitet er dich direkt auf eine Folgeseite weiter, in der du deine letzte, aktuelle und nächste Schwangerschaftswoche zur Auswahl hast. So kannst du lesen, was dein Baby gerade lernt oder was sich entwickelt. Wie groß und schwer Babys in dieser Schwangerschaftswoche sind und was dich sonst noch interessieren könnte.

3. Den Geburtstermin berechnen, wenn du deine Zykluslänge genau kennst

Tickt dein Körper wie eine Uhr?

Oder hast du bereits herausgefunden, wann dein Baby auf die Welt kommen wird?

Dann ist der Eisprungkalender der Kinderwunsch-Seite perfekt, um eine ganze Reihe von wichtigen Daten zu ermitteln.

  • Wann steht die erste Vorsorgeuntersuchung an?
  • Wann sind erste Babybewegungen spürbar?
  • Wann beginnt der Mutterschutz?

Der Rechner braucht dazu eine genaue Zykluslänge, welche für die Berechnung zwischen 21-35 Tagen liegen kann. Wer darüber oder darunter liegt, fällt aus dem Raster.

Ebenfalls interessant ist dieser Rechner natürlich, wenn du dir gerade ein Baby wünscht.

4. Den Geburtstermin selber berechnen

Mit der Naegelschen Regel hat der Heidelberger Gynäkologe Franz Naegele vor rund 200 Jahren die Formel erfunden, nach der alle gängigen Geburtsterminrechner auch arbeiten.

Mit Hilfe dieser Rechenformel kannst du den Geburtstermin berechnen.

Dabei ist die Basisformel ausschließlich für Frauen mit einem 28-Tage-Zyklus geeignet.

Sie lautet:

[1. Tag der letzten Periode] + 7 Tage – 3 Monate + 1 Jahr = Geburtstermin

oder

[1. Tag der letzten Periode] + 9 Monate + 7 Tage = Geburtstermin

Wenn dein Zyklus von dem in der Basisformel abweicht, kannst du mit der erweiterten Naegel-Regel den Geburtstermin berechnen:

[1. Tag der letzten Periode] + 7 Tage – 3 Monate + 1 Jahr +/- [Abweichung in Tagen] = Geburtstermin

Für diese Berechnung brauchst du wirklich nur einen Kalender und einen Stift. Ganz undigital.

5. Den Geburtstermin berechnen mit Hilfe von Ultraschall

Wenn nach einigen Wochen der erste Ultraschall beim Frauenarzt gemacht werden kann, ist es möglich die sogenannte Schädel-Steiß-Länge (im Mutterpass meist als SSL abgekürzt) zu messen. Damit wird dann der voraussichtliche Geburtstermin berechnet, oder sogar der berechnete Geburtstermin korrigiert.

Das ist nur deshalb möglich, weil die Babys in den ersten Schwangerschaftswochen ziemlich gleich wachsen. Sie ist ab der 7. Schwangerschaftswoche möglich.

Ab dem 2. Schwangerschaftsdrittel ist so eine Korrektur also meist nur noch ungenauer, weil die Babys sich anfangen unterschiedlich zu entwickeln. Deshalb ist die Aussage vom Geburtstermin nur dann relativ genau, wenn die SSL frühzeitig gemessen wurde.

Selbst bei ganz exakter Messung, dauert die Schwangerschaft am Ende genau so lang, wie es für dein Baby richtig ist. Babys brauchen unterschiedlich lange um „fertig“ zu werden.

Um die Länge zu messen, muss ein vaginaler Ultraschall gemacht werden, weil dein Baby zu diesem frühen Zeitpunkt noch ganz tief in deinem Becken schlummert.

Ist dir das unangenehm, kannst du diese Untersuchung natürlich auch ablehnen!

Welche Methode hast du genutzt um den Geburtstermin zu berechnen?

Ich hatte dir eingangs schon erzählt, dass ich die erste Methode in meinem Lieblingsrechner genutzt habe, weil mein Zyklus einfach viel zu ungenau war, um mit irgendeiner anderen Methode zu Ergebnissen zu kommen.

Darüber hinaus wollte ich gerne, dass der Termin auch per Ultraschall bestätigt wird. Es fühlte sich irgendwie „anfassbarer“ als Zahlen an.

Doch was soll ich sagen – der erste Rechner und meine Vermutung in Sachen Zeugungstermin waren genauer als der Ultraschall. Einen Tag vor dem von mir errechneten Termin war ich bis mittags noch mit Backen beschäftigt um meinen Kolleginnen einen Mutterschutzbesuch abzustatten – und abends gingen die Wehen los.

Völlig unerwartet – denn irgendwie hatte ich im Kopf den Termin der Frauenärztin. Und nach außen hatte ich darüber hinaus einen späteren Geburtszeitraum kommuniziert, weil ich ja nicht wusste wie lange mein Baby zum „fertig“ werden brauchen würde.

Am nächsten Abend war unser Sohn auf der Welt.

Ich hoffe ich konnte dir nun ein bisschen helfen, damit du einen guten Weg für dich findest, den möglichen Geburtstermin berechnen zu können.

Wenn du magst erzähl gerne welche Methode du gewählt hast und welches dein Lieblingsrechner ist 🙂

Alles Liebe und bis bald,
~Tabea

Tabea Laue | Kinderkrankenschwester & IBCLC-Stillberaterin

Ich helfe dir bei Stillproblemen und Fragen im Leben mit deinem Baby. Weinen, Verwöhnen, Bedürfnisse, Schlafen, Beikost und bis hin zum Abstillen. Oder auch zum Weiterstillen in einer Folgeschwangerschaft. Alles hat seinen Raum.
Im Blog findest du dazu viele Gedanken und Anregungen - individuelle Beratungen finden per Videochat & Hausbesuch statt.
Schön, dass du da bist.

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