Schwangerschaft, Stillen lernen
Kommentare 4

5 einfache Schritte, um deinen Stillbeginn wirksam vorzubereiten

Hast du Angst vor einer Still-Katastrophe?

Die haben doch wirklich genug Frauen schon vor dir erlebt!

Dabei hast du es zu einem gewissen Anteil doch auch einfach selbst mit in der Hand.

Jaja … unbequeme Wahrheiten, die ich mal wieder verbreite.

Wenn du schwanger bist und dein Baby stillen möchtest, solltest du aber unbedingt weiterlesen.

Ein wenig Schmakes wirst du wohl dazu brauchen.

In der Arbeit der letzten Jahre habe ich festgestellt, dass es meistens an einem oder mehreren von 5 ganz konkreten Bereichen „hakt“, wenn der Stillbeginn zum Totalausfall führt und KEIN medizinischer Grund dahinter steckt.

Denn das Stillen wird nur in 2% aller Mama-Baby-Beziehungen aus handfesten, medizinischen Gründen schwierig.

Das Tolle ist: Mit einer guten Stillvorbereitung werden du und dein Baby selbst dann profitieren, wenn du zu diesen 2% der Frauen gehörst, die nicht, oder nicht ausschließlich Stillen können.

Dein Baby bekommt dann dennoch das Maximum an Gesundheitsvorteilen und ist gleichzeitig perfekt versorgt.

Die Schwangerschaft
gemeinsam erleben


Du wünscht dir einen respektvollen Austausch mit anderen Schwangeren, die genauso "weit" sind wie du?

Du möchtest nicht "Hinz & Kunz" mit deinen Schwangerschaftsfragen nerven - aber platzt, wenn du nicht bald jemanden zum reden hast?

Dann komm jetzt gleich in deine Schwangerschaftgruppe und triff Gleichgesinnte.

Lerne in diesem Artikel die 5 Schritte kennen, die dir helfen alle Bereiche abzudecken, mit denen du konfrontiert sein wirst. Wenn es dir zu schwierig erscheint, dir diese Inhalte selbst zu erarbeiten oder anzulesen ist es gut einen Stillvorbereitungskurs vor Ort zu besuchen oder meinen Stillvorbereitungskurs online zu buchen.

Darin erhältst du eine Begleitung durch alle 5 Schritte und darüber hinaus wertvolle Hilfen zur Vorbereitung und um in schwierigen Situationen handlungsfähig zu bleiben.

Dieser Artikel enthält mit * gekennzeichnete Affiliate-Links zu empfehlenswerten Büchern, die dir helfen dich selbst auf deinen Stillbeginn vorzubereiten.

Schritt 1: Ergründe und beeinflusse dein Mindset

Als ich in meinen ersten Berufsjahren mit vielen Widerständen zu tun hatte, kam ich das allererste Mal in den Kontakt mit dem abstrakten Thema „Mindset“. Mit dem Buch Die Kraft positiven Denkens von Norman Vincent Peale* war es mir möglich einige Herausforderungen in der Teamarbeit mit meinen Kollegen zu bewältigen.

Inzwischen gehe ich besser vorbereitet in neue Lebenssituationen hinein.

Zur Erarbeitung der eigenen Erwartungshaltung und Glaubenssätze und zur Auflösung derer, wenn sie unser Leben nur erschweren, gibt es verschiedene Herangehensweisen.

Immer mehr Menschen erkennen diesen wichtigen Aspekt.

In der Vorbereitung auf Geburt und Stillzeit, aber auch in der Schwangerschaft, sind sie bisher noch nicht üblich geworden. Wir beschränken uns meist auf „informierende Inhalte“.

Eigentlich verrückt, wenn man bedenkt, wie viel aufgeräumter du in das Leben mit deinem Baby starten kannst, wenn du dir jetzt einen Moment Zeit nimmst um dir über dich nochmal neu klar zu werden.

Neben der Etablierung einer positiven Grundeinstellung, ist dieser erste Schritt der Stillvorbereitung aber auch dazu da, die eigenen Stillerfahrungen zu reflektieren. Diese können in der persönlichen Geschichte begraben liegen. Oder im Erleben des Umfeldes begründet sein.

Erkennen und anfangen negative Einflüsse aufzulösen und gegen positive Einflüsse zu ersetzen ist der erste wichtige Schritt in deiner Vorbereitung auf die Stillzeit.

Schritt 2: Lerne die Eigenschaften kennen, die dein Baby mitbringt

Kennst du diesen Spruch?

„Männer sind vom Mars und Frauen von der Venus“

Ich mag ihn nicht.

Trotzdem zitiere ich ihn dir hier, um dir daran 2 Dinge zu erklären:

  1. Manche Sprichworte verhindern jegliches Verständnis füreinander und verhindern, dass wir uns gemeinsam entwickeln können. Sie halten uns im Status-quo.
  2. Wenn wir verschiedene „Sprachen“ sprechen, weil wir von verschiedenen Kontinenten kommen, dann ist es wichtig die Eigenschaften und Sprache des gegenübers zu lernen!

Dein Baby lebt gerade noch in einer völlig anderen Welt. Alle Naturgesetze sind außer Kraft. Und erst Recht alle Gesetze, die wir uns für unser Leben selbst so schaffen.

  • Es lebt in Schwerelosigkeit
  • Es lebt in ständigem Kontakt mit dir
  • Es lebt unter kontinuierlicher Nährstoffversorgung
  • Es lebt in perfekter Umgebungstemperatur
  • Es lebt mit abgestimmter Sauerstoffzufuhr
  • Es hört ununterbrochen deinen beruhigenden Herzschlag

So vieles wird sich für dein Baby ändern in dem Moment in dem es aus deinem Bauch heraus geboren wird.

Durch viele Regeln, die wir in unserer Gesellschaft für Babys aufgestellt haben, wird dein Baby noch mehr in eine verzweifelte Lage gebracht werden. In breiter Masse haben wir verlernt die natürlichen Bedürfnisse von Babys wahrzunehmen und adäquat zu erfüllen.

Deshalb ist es wichtig, dass du mehr über die natürlichen Bedürfnisse deines Babys* lernst!

Dann kannst du sie erfüllen, ohne Sorge haben zu müssen, dein Baby zu verwöhnen oder zu verziehen.

Schritt 3: Kläre das Verhältnis zu deinem Körper und lerne wie er zum Stillen funktioniert

Den eigenen Körper zu verstehen ist gar nicht immer so einfach.

Oder fällt dir das eh leicht?

Alleine den eigenen Zyklus zu verstehen. Ich fand das trotz medizinischem Wissen so manches Mal wirklich herausfordernd.

Meistens wird das Stillen anhand des Angebot-Nachfrage-Modells erklärt. Dein Körper mutiert quasi zu einem Just-in-time-Produzenten.

Steigt die Nachfrage deines Babys, steigt auch das Angebot.

Steigt die Nachfrage nach Nahrung und wird ohne deinen Körper befriedigt, kann das Angebot auch nicht ansteigen.

Das ist häufig dann der Fall, wenn Schnuller und Flasche zum Einsatz kommen, bevor ihr reibungslos miteinander funktioniert. Oder in Phasen, wo die Nachfrage noch einmal ansteigt – also in Entwicklungschüben.

Aber bis du in dieser Situation ankommst, hat deine eigene Erwartungshaltung deinem Körper gegenüber den hauptsächlichen Einfluss auf euren Stillbeginn.

Wenn du Zweifel hebst, dass dein Körper dein Baby erfolgreich mit so viel Milch versorgen kann, wie es dein Baby brauchen wird, ist es an der Zeit diese aus dem Weg zu räumen und herauszufinden, was dein Körper kann*.

Schritt 4: Ergründe deine Bedürfnisse und wie sie durch das Leben mit Baby beeinflusst werden

Je mehr Mitglieder eine Familie hat, desto enger wird es erstmal für jeden Einzelnen. Das geht ja schon los, wenn man entschieden hat ein tierisches Familienmitglied mit aufzunehmen.

Da muss man dann die Komfortzone dehnen, die eigenen Bedürfnisse auf Relevanz prüfen … und herausfinden, welche der eigenen Bedürfnisse nun die wichtigen sind.

Um Bedürfnisse gegeneinander aufzuwiegen ist es wichtig, dass du dein „Gegenüber“ mit dem du gerade darum rangelst, wessen Bedürfnisse jetzt zuerst dran sind, gut zu kennen.

Wenn du deine eigenen Bedürfnisse nicht gut genug kennst oder sie ignorierst betreibst du Raubbau an deinem Körper und deiner Seele – das mag für eine Weile lang gut gehen … bis es dann kippt.

Schritt 5: Organisiere dir ein breites Hilfsnetzwerk

Nachdem du herausgefunden hast, wo du selbst starke Bedürfnisse hast, kannst du beginnen dir ganz konkret Hilfe zu organisieren. Absprachen über Zuständigkeiten oder vorübergehende Zuständigkeiten treffen.

So schützt du auf lange Sicht dein Baby und deine Familie, denn ihr könnt euch wirklich aufeinander fokussieren und euch erst einmal miteinander eingewöhnen.

Zu so einem Hilfsnetzwerk gehört auch, dass du dir die Kontakte vorbereitest, auf die du zurückgreifen kannst, wenn es deinem Baby mal nicht so gut geht. Oder es mit dem Stillen nicht gleich funkioniert.

Ebenso wie – neben den familieninterenen Helfern – auch regionale Hilfe auf deiner Liste stehen sollten. Die gibt es im Dienstleistungsbereich ebenso, wie von offiziellen Stellen oder in ehrenamtlichen Vereinen.

Hilfe ist da – du musst sie dir organisieren und zugreifen.

Fazit.

Deine eigene Vorbereitung auf die Stillzeit besteht immer aus 3 Bereichen.

  1. dem „Anhäufen“ von Wissen
  2. dem Vorbereiten deiner eigenen Situation
  3. der Schaffung eines Netzwerkes

Du hast viele Möglichkeiten deine eigene Stillvorbereitung zu gestalten. Nur zu „wissen“, dass diese notwendig „wäre“ hilft dir und deinem Baby jedoch nichts.

….du weißt schon … jetzt kommt die Sache mit dem Umsetzen.

In meinem Stillvorbereitungskurs online begleite ich dich in der Vorbereitung auf deine Stillzeit. Völlig unabhängig von Zeit und Ort.

Hast du eine Frage zum Stillen in den ersten Tagen? Schreib mir einfach einen Kommentar hier unten 🙂

Alles Liebe und bis bald,
~Tabea

 

Tabea Laue | Kinderkrankenschwester & IBCLC-Stillberaterin

Ich helfe dir bei Stillproblemen und Fragen im Leben mit deinem Baby. Weinen, Verwöhnen, Bedürfnisse, Schlafen, Beikost und bis hin zum Abstillen. Oder auch zum Weiterstillen in einer Folgeschwangerschaft. Alles hat seinen Raum.
Im Blog findest du dazu viele Gedanken und Anregungen - individuelle Beratungen finden per Videochat & Hausbesuch statt.
Schön, dass du da bist.

4 Kommentare

    • Tabea Laue | Kinderkrankenschwester sagt

      Hey Alex,

      ja – es hängt sogar alles „irgendwie“ zusammen. Auch mit Punkt 5 dann, gell.

      Dann weißt du, was du dir Gutes tun darfst.

      Herzliche Grüße,
      ~Tabea

  1. Hallo,

    meine Tochter ist inzwischen 11 Tage alt und ich muss sagen, sie macht es mir echt leicht 🙂 Sie ist ein echter Stillprofi. Ich hatte Sie noch vor dem Abnabeln auf meinen Bauch liegen und kurz nach dem Abnabeln hat sie gleich wie selbstverständlich angefangen an meiner Brust zu trinken.

    War ich als „Neu“ Mama noch unsicher. Hat sie mir die Unsicherheit mit ihrer direkten Art sofort genommen. Auch bis jetzt klappt das Stillen einwandfrei.

    Klar habe ich mich vorher bereits viel informiert. Man sollte sich aber auch nicht verrückt machen lassen.

    LG
    Susi

    • Tabea Laue | Kinderkrankenschwester sagt

      Liebe Susi,

      da habt ihr einiges richtig gemacht. 😀 Und habt euch gute Begleiter gewählt 😀
      Total super, dass dein Baby die Möglichkeit hatte die Zeit nach der Geburt zu nutzen, um den „Breast Crawl“ zum ersten selbstständigen Stillen zu machen.

      Tatsächlich macht genau eure Nachgeburtssituation viel von dem aus, was du gerade beschreibst. Deine Tochter konnte ihre sogenannte Selbstwirksamkeit voll entfalten. Sie war offenbar weder von der Geburt noch von Medikamenten noch durch eine Trennung beeinflusst worden.

      Es ist so schön zu lesen, dass ihr das so erleben durftet.

      Behalte dir diese Aspekte auch für später gut im Kopf und erzähle deinen Freundinnen davon, wenn sie ihr Baby erwarten.

      Das was du erlebt hast scheint mir die geniale Mischung einer „babyfreundlichen“ Begleitung und einem echt schnellen Baby 😀 Voll schön.

      Tatsächlich muss man leider in einer Vielzahl von Geburtsorten selbst wissen, dass die Babys das brauchen, um es einfordern zu können.

      Genießt von Herzen euer Wochenbett und die Stillzeit <3 ~Tabea

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.