Stillen lernen
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Stillen lernen? So bereitest du dich richtig auf das Stillen vor (ein Rezept das funktioniert)

stillen lernen

Dein Baby richtig zu Stillen ist eigentlich gar nicht so schwer!

Trotzdem erleben Stillmamas in den ersten Lebenstagen ihres Babys, dass sie plötzlich ganz schön aufgeschmissen sind.

Spätestens, wenn dein Baby auf der Welt ist, wird es gute Ratschläge hageln. Du sitzt mitten drin. Selbst die Menschen, die du liebst und denen du vertraust, können es dir möglicherweise ganz schön schwer machen noch auf dein Bauchgefühl zu hören.

Wie oft sollst du anlegen? Wie lange? Und bekommt dein Baby genug Milch? Schließlich schreit es immer wieder!

Du siehst – die Verunsicherung wird kommen.

Deshalb ist es wichtig, dass du gewappnet bist! Ich habe viele Stillmamas in ihrer Reise zu einer entspannten Stillbeziehung begleitet. Der Stillerfolg kommt meist nicht von ungefähr – es sind exquisite Zutaten, die zum Rezept gehören.

Mit diesem Rezept Stillen lernen!

1. Zutat: Eine Portion Glaube

Weißt du, warum man behauptet, dass der Glaube Berge versetzen kann?

Meistens stellen wir das erstmalig fest, wenn wir alle Zweifel ausgeräumt haben.

Selbstbewusst glaubst du nun an dich – und Probleme lösen sich (fast) wie von selbst.

Die Schwangerschaft
gemeinsam erleben


Du wünscht dir einen respektvollen Austausch mit anderen Schwangeren, die genauso "weit" sind wie du?

Du möchtest nicht "Hinz & Kunz" mit deinen Schwangerschaftsfragen nerven - aber platzt, wenn du nicht bald jemanden zum reden hast?

Dann komm jetzt gleich in deine Schwangerschaftgruppe und triff Gleichgesinnte.

Wenn du daran glaubst, dass du dazu geschaffen bist, dein Baby wunderbar zu ernähren, ist ein wichtiger Schritt geschafft.

Fange also an, deinen Glauben aufzubauen. Das kannst du auf recht unterschiedliche Weise tun. Beginne damit zu recherchieren, wie unlogisch es wäre, wenn du dein Baby nicht ernähren könntest. Es wächst gerade in dir. Zum Überleben ist es auf deine Muttermilch angewiesen.

Deine Geburt und die Geburt der Plazenta – der Mutterkuchen, über den dein Baby momentan ernährt wird, beginnt die bisher noch zurückgehaltene Muttermilch zu fließen.

2. Zutat: Ein Bund frisches Wissen

Ammenmärchen und Stillmythen halten sich hartnäckig.

Auch unter medizinischem Personal kursieren sie weiterhin!

Da hilft oft nur eines: werde dein eigener Experte. Besorge dir frisches Wissen über das Stillen.

Keine Sorge – du musst kein Studium daraus machen! Es reicht, wenn du dir handelsübliches Wissen zum Beispiel aus einem aktuellen Buch holst.

Stillbücher mit aktuellen Informationen sind zum Beispiel „Stillen gesund & richtig: Gut vorbereitet ins Leben starten“ von Gabi Eugster und Denise Both oder der bei GU erschienene Titel „Stillen“ von Márta Guóth-Gumberger und Elizabeth Hormann.

Wenn du kein Bücherwurm bist, kannst du dein Stillwissen in einem Stillvorbereitungskurs auf Stand bringen. In vielen Städten und Kliniken wird inzwischen ein häufig von einer IBCLC-Stillberaterin geleiteter spezieller Kurs zur Vorbereitung auf die Stillzeit angeboten.

Gibt es das bei dir nicht? Oder passt der Termin nicht? Dann nutze die Möglichkeit online an einem solchen Kurs teilzunehmen. Damit bist du zeitlich und örtlich total flexibel!

3. Einmal kräftig Rühren

Doch damit nicht genug. Alleine „gegen die Welt“ – das ist oft viel zu kraftraubend.

Aber du bist ja gar nicht alleine!

Andere (werdende) Mamas sind gerade eben in genau der selben Situation, wie du!

Oder waren es noch vor Kurzem. Die besten Lösungen findest du für dich heraus, wenn du im Austausch mit Gleichgesinnten bist.

Eine Stillgruppe ist der Ort, an dem sich Stillende über die Herausforderungen des Alltags mit einem (Still-)Baby austauschen.

Verschiedene Lösungen, Tipps und Ideen werden heiß gehandelt.

Den Austausch schon jetzt – noch während deiner Schwangerschaft – zu beginnen, erleichtert dir später einzuschätzen, was dir weiter helfen wird. Deshalb bist du in einer Stillgruppe auch als Schwangere schon herzlich Willkommen!

Solche wertvollen Kontakte kannst du ebenso in einem Stillvorbereitungskurs knüpfen.

4. Bitte Abschmecken

Neben dem Glauben an die generelle Fähigkeit zu Stillen, ist das tiefe Vertrauen in die Fähigkeiten deines eigenen Körpers das gewisse Extra.

Doch wie steht es um das Vertrauen in deinen Körper?

  • Hast du Gründe deinem Körper zu misstrauen?
  • Hat er dich schon einmal enttäuscht?
  • Wie denkst du über dich und deinen Körper?
  • Kannst du ihn wertschätzen?

Es gibt die verschiedensten Gründe, warum wir unseren natürlichen Fähigkeiten misstrauen.

Manchmal liegen sie tief in unseren Erinnerungen verschüttet.

Ungute Glaubenssätze können unser Selbst-Vertrauen nachhaltig stören.

In Zeiten des Umbruches können sie auftauchen. Völlig unerwartet. Auftauchen, wie ein Schatten, den du im Halbdüsteren für das Ungeheuer von Loch Ness hältst.

Doch jetzt hast du noch die Zeit zu forschen, wie es um dich und deinen Körper steht.

Genau, wie beim Abschmecken eines guten Essens, kann es sein, dass du mehrfach „nachschmecken“ musst, was das Vertrauen in deinen Körper gerade beeinflusst.

Oder in der Vergangenheit beeinflusst hat.

Ebenso kannst du die negativen Glaubenssätze prüfen und neu formulieren.
Ideen für positive Affirmationen und Glaubenssätze teile ich mit dir hier auf Facebook.

5. Eine Prise Hilfe zum nachwürzen

Schützt dich eine positive Grundeinstellung davor, Stillprobleme zu bekommen?

Nein.

Natürlich kann es sein, dass du in deiner Stillzeit vor Hürden gestellt wirst, die trotz Wissen, Glauben & Vertrauen riesig wirken. Doch alles kann dir dazu helfen, diese Hürde schneller, effektiver und mit weniger Kraftanstrengung zu überwinden, als wenn du dort völlig überrascht hineinstolperst.

Schließlich handelt es sich bei der Ernährung deines Babys sich ja nicht um irgendeine lustige Freizeitaktivität.

Es ist wichtig für euch beide, dass das mit dem Stillen so entspannt wie möglich läuft.

Da das nicht immer der Fall ist, ist es sinnvoll, wenn du dir schon jetzt die Kontakte suchst, die dir bei Fragen oder Herausforderungen weiterhelfen.

Üblicherweise ist deine Nachsorgehebamme die erste Ansprechpartnerin deiner Wahl.

Solltest du darüber hinaus einen Rat zum Stillen suchen, ist es gut, den Kontakt zu einer Stillberaterin in deiner Nähe bereits herausgesucht zu haben.
Bei einer Stillberaterin bist du gut aufgehoben, wenn du

  • das Gefühl hast, dass dein Baby zu selten trinkt oder zu müde ist, um effektiv zu trinken
  • das Gewicht deines Babys, nach der ersten üblichen Abnahme, nur langsam steigt
  • dein Bauchgefühl sagt, dass das Stillen nicht so rund läuft, wie du es erwartet hast
  • dein Stillstart schwieriger war, als erwartet und du zusätzliche Unterstützung haben möchtest

Fazit.

Natürlich kann man nicht jeder Eventualität vorbeugen – aber es gibt wichtige Säulen in der Vorbereitung auf das Leben mit deinem Baby. Gut vorbereitet wird es deinen Start in dein Abenteuer als Mama planbarer und leichter machen.

Vielleicht brauchen all diese Gedanken erst einmal eine Weile, um sich zu setzen.

Teil doch derweil den Artikel mit dem Button unten mit anderen werdenden Mamis, damit auch die gut vorbereitet in ihre Zeit mit ihrem Baby starten können.

Und wenn du dich gemeinsam mit anderen Mamas auf die Stillzeit vorbereiten möchtest, ganz ohne dich verrückt zu machen, aber mit Plan & Ziel, dann schau dir doch den Stillvorbereitungskurs online an. Mit der Gruppenbetreuung kannst du in der 2wöchigen Sprechstunde alle deine Fragen loswerden…. es lohnt sich!

Herzliche Grüße und bis bald,
~Tabea

 

Tabea Laue | Kinderkrankenschwester & IBCLC-Stillberaterin

Ich helfe dir bei Stillproblemen und Fragen im Leben mit deinem Baby. Weinen, Verwöhnen, Bedürfnisse, Schlafen, Beikost und bis hin zum Abstillen. Oder auch zum Weiterstillen in einer Folgeschwangerschaft. Alles hat seinen Raum.
Im Blog findest du dazu viele Gedanken und Anregungen - individuelle Beratungen finden per Videochat & Hausbesuch statt.
Schön, dass du da bist.

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