Schwangerschaft, Stillen lernen
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Die 30 wichtigsten Stillinfos für Schwangere, die auf das Stillen vorbereiten

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Möchtest du dich auf das Stillen vorbereiten?

Dann hast du bestimmt bereits x-fach den Hinweis bekommen, dass du die freie Zeit nochmal genießen sollst und unbedingt vorschlafen sollst. Du weißt nicht so recht, was dir das bringen soll, denn Stillinfos & Fakten fehlen dir dennoch.

Und du hast gerade mal überhaupt keine Ahnung, was mit der Geburt und dem Stillen auf dich zukommen wird.

Du hoffst zwar, dass dich die Hebammen und Krankenschwestern in den ersten Tagen gut begleiten werden, aber ganz sicher kann man ja nie sein.

In dieser Zusammenfassung habe ich 30 Infos zusammengefasst, die dir helfen werden, dich auf das Stillen vorbereiten zu können.

Außerdem fangen wir mit einem ersten Punkt an, der dein Notnagel sein darf. In jedem auch möglichen Fall.

#1 Die Stillberaterin

Es gibt höchst unterschiedliche Arten von „Stillberatung“, aber ich spreche hier von einer qualifizierten Stillberatung, die dir sowohl jetzt in der Vorbereitung, als auch nach der Geburt zur Seite stehen kann.

Den Kontakt zu ihr bereits in der Schwangerschaft herzustellen, hilft dir, damit du nach der Geburt nicht lange überlegen musst, um ihr eine eMail zu schreiben oder sie anzurufen.

Stillberaterinnen findest du über Google mit Hilfe deiner Postleitzahl oder über die Stillberatungssuche auf den einzelnen Listen-Webseiten.

Selbst wenn du dir nur einen Punkt aus dieser Zusammenfassung mitnimmst, dann bitte das Wissen, dass es in allen medizinischen Berufen auch Fachkräfte gibt, die sich speziell für die Stillberatung weitergebildet haben.

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#2 Das Bonding und erstes Stillen

Die ersten Stunden nach der Geburt, haben sich eure Körper darauf eingestellt weiter ganz nah beieinander zu sein.

Beim Bonding liegt dein Baby im direkten Hautkontakt auf dir und kann dort seine eigenen Reflexe nutzen, um zu deiner Brust zu gelangen.

Kamen bei der Geburt Medikamente zum Einsatz oder findet das Bonding verzögert statt, kommt es häufiger vor, dass zusätzliche Hilfe zum ersten Stillen benötigt wird.

Damit der Körper deines Babys weiter gut versorgt bleibt, soll das Stillen in der ersten Stunde nach der Geburt erfolgen. So wird auch deine Milchproduktion gleich angeregt. Dein Körper merkt: es gibt Stillbedarf.

Habt ihr das erste Bonding aus irgendeinem Grund verpasst, lass dich bei einem Re-Bonding begleiten. Das kann dir und deinem Baby helfen das erlebte aufzuarbeiten.

#3 Das Stillen nach Bedarf

Das Stillen nach Bedarf ist für deinen Körper wichtig, damit er seine Milchproduktion an den Hunger deines Babys anpassen kann.

Doch der Magen deines Babys ist noch klein und kaum dehnbar. Deshalb sind viele kleine Mahlzeiten notwendig. Perfekt für euch beide.

Manche Babys entscheiden sich auch zum Dauerstillen.

#4 Die Saugverwirrung

Um Stilltechnik und Milchproduktion auf eine gute Basis zu setzen, wird empfohlen, dass in der Anfangszeit ausschließlich die Brust zum Saugen genutzt wird.

#5 Die notwendigen Stillabstände

Ein altes Ammenmärchen hält sich hartnäckig – das über die Stillabstände.

Heute wissen wir, dass ein Baby viel besser wächst und zunimmt, wenn es genau so oft Stillen darf, wie es gern möchte. Abstände werden dabei nicht eingehalten.

#6 Das Clusterstillen

Sogenannte Clusterstillphasen gibt es immer wieder über den Tag verteilt.

In dieser Zeit – häufig in den Abendsstunden – kannst du dir vorstellen, wie es früher war, wenn die Arbeit am Feld getan war. Man saß zusammen am Lagerfeuer und das Baby stillte.

Auch heute ist das Clusterstillen teil des Tagesablaufs von Stillkindern. Es geht oft über mehrere Stunden.

Du darfst dabei die Brust so häufig wechseln, wie es dein Baby wünscht erneut zu stillen.

#7 Die Milchmenge in den ersten Tagen

Die Milchportionen in den ersten Tagen wachsen mit dem Hunger & Nahrungsbedarf deines Babys.

Während es anfangs 1-2 ml sind (von beiden Seiten) – das ist etwa so viel wie in einer Impfung – vervielfacht sich die Menge in den nächsten Tagen.

Die Milchmenge wächst mit der natürlichen Dehnbarkeit des Babymagens, ohne ihn zu überdehnen.

#8 Der Milchspende-Reflex

Bei jeder Mahlzeit wird der sogenannte Milchspendereflex ausgelöst.

Damit unterstützt dein Körper dein Baby zusätzlich beim Trinken. Die Milch fließt von sich aus.

Das kann auch ohne Anlegen passieren, weshalb sich viele Frauen später für Stilleinlagen entscheiden, um in der Öffentlichkeit keine nassen Flecken auf dem Shirt zu bekommen.

Dauert deinem Baby der Milchspendereflex zu lange, kannst du ihm mit einer sanften Brustmassage helfen.

#9 Die Gewichtsabnahme

In den Tagen nach der Geburt verliert dein Baby Gewicht.

Dieser natürliche Gewichtsverlust hängt damit zusammen, dass dein Baby bereits einen gefüllten Darm hat und bei den ersten Ausscheidungen dabei an Gewicht verliert.

Auch die Blase ist nach der Geburt oft schon gut gefüllt – dein Baby hat die ganze Zeit das Fruchtwasser getrunken.

Richtwert für die maximale Gewichtsabnahme sind 10%. Bereits bei einem Gewichtsverlust von 7% ist es sehr sinnvoll eine Stillberaterin hinzuzuziehen, um zu besprechen, ob beim Stillen etwas verändert werden kann.

Hast du unter der Geburt Infusionen bekommen, ist häufig das Geburtsgewicht höher, weil auch dein Baby ebenfalls mehr Flüssigkeit im Körper hat. Eine Gewichtskontrolle ca. 12 Stunden nach der Geburt zeigt dann eine rasche Gewichtsabnahme, weil dein Baby Infusionsflüssigkeit ausgepieselt hat.

Dieses Gewicht ist wichtig für die spätere Einschätzung, ob ein Zufüttern wirklich notwendig ist. In vielen Kliniken wird es NICHT standardmäßig ermittelt – du musst darum selbst bitten.

#10 Das Zufüttern

Ein Großteil der Babys (56%) wird in den ersten Tagen zugefüttert. Meistens ohne eine medizinische Indikation.

Wenn du dir wünscht, dass dein Baby ausschließlich gestillt wird und der Stillbeginn ohne zusätzliches Eingreifen funktionieren darf, kann es sein, dass du dir fachlich qualifizierte Still-Unterstützung an die Seite holen musst.

#11 Die stillfreundlichen Zufüttermethoden

Ist aus medizinischer Sicht das Zufüttern von Nahrung notwendig oder wird abgepumpte Muttermilch gefüttert, gibt es verschiedene Möglichkeiten.

Wenn das Zufüttern an der Brust möglich ist, erleichtert das den Weg zum vollen Stillen.

Gibt es Stillprobleme, die das Zufüttern an der Brust unmöglich machen, kann für den Übergang das Zufüttern mit einem Becherchen oder einem Softcup praktiziert werden.

#12 Das sogenannte Speikind

Spuckt dein Baby nach jeder Mahlzeit ist das ein Zeichen, dass dein Baby so seine Nahrungsaufnahme reguliert.

Manchmal spucken Babys mehr, wenn sie Luft im Magen haben und diese die darüberliegende Milch nach oben drückt. Dann kannst du deinem Baby nach dem Stillen anbieten, ein Bäuerchen zu machen.

Häufig wollen Babys direkt nach dem Spucken noch einmal trinken. Dann hatte einfach etwas gedrückt und der Hunger ist weiter da. Du kannst dein Baby einfach nochmal anlegen.

#13 Das Stillen nach Kaiserschnitt

Nach Kaiserschnitt hast du die gleichen guten Startvoraussetzungen für das Stillen, wie nach einer normalen Geburt.

Dein Körper hatte die Schwangerschaft zur Vorbereitung und mit der Geburt der Plazenta den Startschuss für die Milchproduktion.

Wichtig ist nun, das Stillen regelmäßig zu üben und dir und deinem Baby das Stillen möglichst einfach zu machen. Lasst euch gut helfen, auch wenn es sich einmal holperig anfühlt.

#14 Die Milchförderung

Da die reichliche Milchbildung durch Zufüttern verhindert wird, brauchst du andere „Tools“, um mehr Milch produzieren zu können, wenn es heißt, dass dein Baby

  • mehr Hunger hat
  • zu viel abnimmt
  • zu wenig Milch bekommt

Dabei helfen eine Brustmassage und das Wechselstillen mit Brustkompression, die ich in dieser Anleitung genauer beschreibe.

#15 Die frühen Stillzeichen

Das Anlegen ist von Anfang an leichter, wenn ihr bereits mit dem Stillen beginnt, wenn dein Baby den Hunger noch leise „anmeldet“.

In dieser Grafik der Gesundheitsbehörde von Queensland siehst du ganz wunderbar, was nach und nach passiert, wenn dein Baby Hunger bekommt.

Hungerzeichen Baby Stillen

 

© State of Queensland (Queensland Health) 2012 | CC BY NC ND 3.0

Je unruhiger und hektischer dein Baby beim Anlegen schon ist, desto schwieriger wird das Anlegen selbst. Deshalb ist es gut auf die frühen Stillzeichen zu achten.

#16 Das Baby aufwecken

Wenn ich einer Mama erzähle, dass sie ihr schlafendes Kind zum Stillen wecken soll, erlebe ich zuerst meist eine Beunruhigung.

Das Wecken von Babys ist eine Art „No-go“.

Doch es kann über euren Stillerfolg entscheiden. Gerade in den ersten Tagen.

Bis sich das Stillen und die Gewichtsentwicklung eingespielt haben, sollten die Schlafphasen nicht zu lange dauern. Wie lange genau ergibt sich aus der Stillhäufigkeit in 24 Stunden und der Anzahl der Clusterstillphasen und lässt sich daher nicht genau sagen.

Ich empfehle meist 4 Stunden nach Beginn der letzten Stillmahlzeit das Baby nackig in den Haut-zu-Haut-Kontakt zu nehmen und das Stillen anzubieten. Möglicherweise dann auch etwas handentleertes Kolostrum mit einem reinen Löffel zu füttern.

#17 Der Schnuller

Da wir nie wissen, wohin sich eine Stillbeziehung entwickelt ist der Schnuller ein maßgeblicher Einflussfaktor, der das Stillen vor allem in den ersten Tagen und Wochen zu großen Stillproblemen führen kann.

Deshalb empfehle ich den Einsatz des Schnullers gut abzuwägen und zuvor Alternativen zu besprechen, die zielführender sind.

#18 Das überraschende Dauerstillen

Manche Babys stillen in der ersten Zeit (scheinbar) dauerhaft. Zumindest aber möchten Sie dauerhaft angelegt bleiben.

Das kann viele Ursachen haben. Von Gemütlichkeit bis hin zu einer Gelbsucht kann alles dahinter stecken.

In jedem Fall helfen kann eine Brustmassage vor dem Anlegen und die Brustkompression während dem Stillen. So kommt die Milch effektiver zum Baby.

Bleibt eine leise Unsicherheit, ist die Stillberaterin die richtige Ansprechpartnerin.

#19 Die exakte Anlegedauer

Vielleicht hast du es schon bemerkt. Wie genau eine Stillmahlzeit abläuft kann sehr verschieden sein.

Um herauszufinden, ob es beim Stillen Optimierungsbedarf gibt, hilft es, für 1-2 Tage ein Stillprotokoll auf Papier mit einem Zeitstrahl zu führen. Verteilung und Häufigkeit der Stillmahlzeiten helfen gemeinsam mit dem täglich ermittelten Babygewicht zu bewerten, ob das Stillen gut funktioniert. Auch die Häufigkeit der Ausscheidungen ergänzt das Bild.

Die Anlegedauer selbst ist ein wenig aussagekräftiger wert. Wird sie als Maßstab für genügend Milch oder die ausreichende Versorgung allein genannt, kannst du davon ausgehen, dass dein Gegenüber zu wenig Ahnung vom Stillen hat, als dass er dir jetzt helfen könnte.

#20 Die richtige Ernährung in der Stillzeit

In Indien sind Zwiebeln ein Nationalgericht. Ein türkisches Gericht ohne Knoblauch – gibt es sowas überhaupt? Beim Mexikaner mild essen – ohne Chili?

Wenn über Ernährung in der Stillzeit gesprochen wird, kommt die Sorge auf, dass die eigene Ernährung Blähungen beim Baby auslöst. Sogar Kohlensäure wird gemieden.

Doch: Deine Brust ist kein Ausscheidungsorgan.

Das was dich bläht sind Gase im Darm. Wären diese Gas-Blubberblasen in deiner Blutbahn, würdest du sterben. Nennt sich Luft-Embolie.

Für dich bedeutet das: Entwarnung. Du darfst in der Stillzeit weiterhin alles essen, was auf den Tisch kommt.

#21 Die richtigen Getränke in der Stillzeit

Dass Wasser das gesündeste der Getränke ist, ist weitreichend bekannt.

Aber auch sonst darfst du alle normalen Getränke weiterhin zu dir nehmen.

Wichtiger dabei ist, dass du dich und deinen Körper gut versorgst.

So können Stilltees alleine auch nicht zu mehr Milch führen, auch wenn das immer wieder propagiert wird.

Verzichten sollst du auf Alkohol und am Beginn der Stillzeit auf Salbei- und Pfefferminze, weil diese milchreduzierend wirken können. Später kannst du diese Wirkung aber durch dein Stillmanagement leicht aufheben.

#22 Die Brustwarzen vorbereiten

Die Vorbereitungsarbeit deiner Brustwarzen übernimmt vollständig dein Körper.

Du kannst ihm dabei helfen, indem du auch mal ohne BH bleibst oder sogar oben ohne. So ist die Blutzirkulation in der Haut deiner Brust einfach ununterbrochen und gut – das Gewebe ist besser versorgt.

Die Montgomery-Drüsen auf deiner Mamille geben ein Fluid ab, welches die Haut dort besonders gut pflegt und flexibel macht.

#23 Der richtige Still-BH

Vorab einen Still-BH zu kaufen macht wenig Sinn, weil du die Größenentwicklung deiner Brust nie genau voraussagen kannst.

Im Wochenbett sind Still-Bustiers weicher und vor allem über mehrere Größen hinweg passend. Außerdem sind sie sehr günstig schon zwischen 20-30 EUR zu bekommen.

Da du gerade in den ersten Tagen kaum einen BH benötigen wirst, kannst du in dieser Zeit auch dein Bauchband vom Beginn der Schwangerschaft nutzen. Es hält problemlos auch eine Mullwindel, um auslaufende Milch aufzufangen.

#24 Die wichtige Vorbereitung auf das Stillen

Wirklich empfehlenswert ist die Vorbereitung auf die Stillzeit und die erste Zeit mit dem Baby.

Denn: es kann gut sein, dass deine Erwartungen in jeder Hinsicht übertroffen werden.

Stillen und das Leben mit Baby IST schön – überhaupt gar keine Frage. Kinder sind eine Bereicherung des Lebens die ihresgleichen sucht.

Gleichzeitig wirst du aber auch viel neues lernen. Dabei passiert eine Veränderung in deinem Leben, die nicht immer nur heititeiti-rosa-tupfenwolken-Sonnenschein ist.

Mit einem fundierten Stillvorbereitungskurs weißt du was dich erwartet und noch besser: wie du dich auf Unerwartetes dennoch vorbereiten kannst.

#25 Die möglichen Schmerzen beim Stillen

Vielleicht hast du schon gelesen, dass Stillen nicht weh tun darf.

Bullshit, wenn es das dennoch tut. Und Stillen tut bei vielen Frauen weh.

Allerdings meistens nicht grundlos!

So ist es sinnvoll, wenn du bereits weißt, woran es liegen kann, wenn das Stillen zwackt und was du dagegen tun kannst, damit es sofort besser wird.

#26 Die eventuelle Blutzuckermessung

Bist du von einem Schwangerschaftsdiabetes betroffen, wird über eine Blutzuckermessung die Versorgung deines Babys kontrolliert. Ebenso wenn dein Baby eher schwer oder eher leicht zur Welt kommt.

Diese Bestimmungen sind wichtig und die Werte sollen innerhalb festgelegter Grenzen sein.

Ist ein Blutzuckerwert deines Babys zu tief, braucht es Muttermilch. In vielen Kliniken wird unnötigerweise häufig sofort zu Formularnahrung gegriffen oder zu anderen Fütterflüssigkeiten.

Das stört euren Stillbeginn unnötigerweise. Hier kannst du nur gegensteuern, wenn du vorab schon für eine entsprechend qualifizierte Begleitung vorsorgst – egal ob innerhalb oder außerhalb der Klinik.

#27 Das Stillen mit Nachwehen

Die Rückbildung der Gebärmutter ist während dem Stillen meist stärker zu spüren, als zwischen dem Anlegen.

Ein normaler, sinnvoller und wichtiger Vorgang in deinem Körper.

Spürst du die Nachwehen schmerzhaft, kannst du Schmerzmittel erhalten. Sie werden stillverträglich ausgewählt.

Da Schmerzen die für den Milchfluss so wichtige Hormonausschüttung unterbinden können, ist es wichtig, dass du eine entsprechende Schmerzlinderung bekommst.

#28 Der völlig unterschiedliche Milcheinschuss

Der Name „Milcheinschuss“ lässt uns glauben, dass bis zum „Tag der prallen Brüste“ keine, kaum Milch oder minderwertige Milch vorhanden sei.

Das stimmt nicht.

Viel mehr ist es meist nach 3-5 Tagen so, dass eine große Menge Lymphflüssigkeit das Brustgewebe unangenehm anschwellen lässt.

Unabhängig von dieser Schwellung wird die Milchbildung aufgebaut und du kannst dein Baby auch dann ernähren, wenn du keine Schwellung feststellen konntest.

Es ist sogar so, dass wir häufig beobachten, dass die Schwellungen viel sanfter verlaufen, wenn Mamas ihre Babys von Anfang an häufig oder nach Bedarf stillen und die Schlafphasen nicht ZU lange werden.

#29 Das sorglos eingesetzte Stillhütchen

Das Stillhilfsmittel Nummer 1 in vielen Kliniken nennt sich Stillhütchen.

Meist kommt es deshalb zum Einsatz, weil eine fundierte Stillberatung und Stillbegleitung schon alleine zeitlich nicht geleistet werden kann.

Lässt sich dein Baby

  • nicht selbstständig durch dich als Mama anlegen
  • die Brust wieder los, sobald die Krankenschwester aus dem Raum ist
  • sich nicht schnell und zackig anlegen

greifen viele Pflegepersonen, Krankenschwestern, Hebammen schnell zum Stillhütchen, weil es Vereinfachung verspricht.

Doch damit ist euch nur kurzfristig beim Stillen geholfen, denn der eigentliche Grund für die Anlegeschwierigkeiten wurde ja gar nicht behoben.

#30 Die essentiellen Stillpositionen

Warum kommt dieser Punkt als allerletzter?

Weil es dafür noch verhältnismäßig viele Anleitungen und Hilfe nach der Geburt gibt.

Dennoch ist es mir an dieser Stelle wichtig zu erwähnen, dass es nicht darauf ankommt möglichst viele Stillpositionen zu beherrschen.

Ein bis drei Stillpositionen in denen ihr gut zurecht kommt zu erlernen ist äußert sinnvoll. Solltet ihr in eine Situation mit einem Milchstau kommen und eine andere Stillposition benötigen, könnt ihr sie dann erlernen.

Fazit: Stillen braucht Zeit

Stillen ist – auch wenn es sich so schön anhört – nicht für alle immer nur der einfachste und natürlichste Weg. Es braucht Zeit. Ganz oft braucht es Anleitung. Oft auch Unterstützung.

Es kann sein, dass dein Baby und du nach der Geburt sofort sehr verliebt seid. Und es kann sein, dass ihr im wahrsten Sinne des Wortes Zeit braucht, um euch zu beschnuppern.

Mit einer guten Vorbereitung auf die Stillzeit kannst du jetzt schon in der Schwangerschaft den Boden dafür bereiten, dass das Stillen von Anfang an prima klappt. Sollten dann doch unerwartet Stillprobleme auftauchen, kannst du sie viel schneller hinter dich bringen, als ohne das Stillwissen aus einem Stillvorbereitungskurs.

Wenn du jetzt gleich loslegen möchtest und in deine (nächste) Stillzeit gut vorbereitet starten möchtest, dann lade ich dich ein zum Stillvorbereitungskurs online, der genau dafür konzipiert ist.

Möchtest du einfach weitere Tipps zum Stillen erhalten, dann trag dich unter dem Text ein und ich melde mich bei dir per eMail.

Ich wünsche dir einen guten Start in eine schöne Stillzeit, in der du genau weißt, dass du gut aufgehoben und begleitet bist, wann immer du Hilfe brauchst. Und eine Stillzeit, die deinem Baby einen natürlich-guten Start ins Leben schenkt.

Alles Liebe und bis bald,
~Tabea

Tabea Laue | Kinderkrankenschwester & IBCLC-Stillberaterin

Ich helfe dir bei Stillproblemen und Fragen im Leben mit deinem Baby. Weinen, Verwöhnen, Bedürfnisse, Schlafen, Beikost und bis hin zum Abstillen. Oder auch zum Weiterstillen in einer Folgeschwangerschaft. Alles hat seinen Raum.
Im Blog findest du dazu viele Gedanken und Anregungen - individuelle Beratungen finden per Videochat & Hausbesuch statt.
Schön, dass du da bist.

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