Stillzeit
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7 Symptome mit denen du einen Milchstau erkennst

Welche Symptome hat ein Milchstau

Beim ersten Milchstau steht oft die Frage im Raum, was denn jetzt plötzlich los sei. Da hatte sich das Stillen endlich eingependelt und nun DAS!

Du hast Schmerzen & fühlst dich überhaupt nicht gut.

Ein Milchstau ist MEISTENS recht einfach zu erkennen – doch gleichzeitig gibt es viele „Kann-Symptome“ und kaum „Muss-Symptome“.

Was das im einzelnen für dich bedeutest und ob du gerade einen Milchstau ausbrütest, dazu erfährst du gleich mehr in den einzelnen Unterpunkten.

Oft beginnt ein Milchstau eher unspezifisch. Das heißt soviel wie – irgendwie fühlst du dich nicht gut – aber es könnte auch eine Grippe im Anmarsch sein. Ob du einen Milchstau hast ist daher noch gar nicht so genau klar.

Auf folgende Symptome für einen Milchstau solltest du achten:

#1 – Du spürst eine Verhärtung in deiner Brust

Seitdem du deine Brust recht häufig am Tag in der Hand hast – was vor der Stillzeit ja eher nicht so der Fall war – hast du vermutlich ein recht gutes Gespür für die Beschaffenheit deiner Brust entwickelt.

Da kann es sein, dass dir plötzlich eine Verhärtung auffällt.

Eine Verhärtung oder ein Bereich mit festerem Gewebe kann sowohl eine größere Fläche einnehmen.

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Behalte den Überblick mit der praktischen Beobachtungstabelle.

  • Wähle die Spalte mit dem Alter deines kleinen Schatzes
  • Checke alle wichtigen Parameter und du weißt sofort, ob du genug Milch für dein Baby hast.

Er kann sich aber auch wie eine längere, aufgereihte Perlenkette anfühlen, die sich von deiner Mamillenspitze kommend Richtung Brustbein schlängelt.

#2 – Du hast Schmerzen in der Brust

Treten Schmerzen während oder zwischen den Stillmahlzeiten auf, ist immer Vorsicht geboten.

Diese Schmerzen können auch ein Symptom für den Milchstau sein.

Diese treten meist kurz nach Beginn des Anlegens auf, ungefähr zu dem Zeitpunkt in dem der Milchspendereflex ausgelöst wird.

Oder sie können auch nach dem Stillen kommen, bei Berührung der Brust und sie können so stark sein, dass selbst eine Umarmung nicht mehr möglich ist.

Ein dumpfer Schmerz der auftritt, wenn bereits einige Stunden nicht gestillt wurde und der sich drückend, pochend oder spannend anfühlen kann, gehört auch zu den Schmerzarten in der Brust, die auf einen (beginnenden) Milchstau hinweisen können.

Gleichzeitig kann ich Milchstau auch völlig schmerzfrei verlaufen.

#3 – Du hast Schüttelfrost

Reagierst du ungewöhnlich Kälteempfindlich, willst dich in die 3. Decke einhüllen und schlotterst leise vor dich hin?

Dann kann das ein Zeichen deines Körpers sein, dass er mit einer Infektion kämpft.

Meist tritt Schüttelfrost dann auf, wenn die Körpertemperatur steigt.

#4 – Du hast Fieber

Wenn du nun die Körpertemperatur überprüfst, kann es gut sein, dass du erhöhte Temperatur (ab 37,5° C) oder Fieber (ab 38,0° C) hast.

Fieber ist an sich keine Erkrankung, sondern eine natürliche Reaktion deines Körpers darauf, dass eine Reizung oder ein Entzündungsprozess vorliegt.

Mit Fieber sorgt dein Körper dafür, dass eventuell beteiligte Keime sich nicht mehr wohl fühlen. Es ist Teil deiner natürlichen Abwehrmechanismen.

Ein Milchstau kann allerdings auch völlig fieberfrei sein.

#5 – Du hast eine heiße Stelle an der Brust

Da so ein Entzündungsprozess nicht nur die Körpertemperatur steigen lässt, sondern auch die Gewebetemperatur direkt in dem Bereich, in dem sich eine Reizung oder Entzündung abspielt, ist oft auch ein Teil der Brust überwärmt.

Dabei gilt vor allem die Vergleichstemperatur der anderen Brust oder weiterer Brustbereiche.

#6 – Du hast eine Rötung an deiner Brust

Ist die Brust gerötet, kann das anfangs hell und unscheinbar aussehen und schnell dunkler werden.

Es ist quasi die sichtbar gewordene Steigerung der Überwärmung.

Der betroffene Bereich deiner Brust wird nun stark durchblutet und dein Körper unternimmt alles was möglich ist, um sich selbst zu heilen. Dabei steigt die Temperatur im Milchstaubereich an und das verursacht dann auch diese sichtbare Rötung.

#7 – Du fühlst dich krank

So sorgt dein Körper dafür, dass du dich schonst und er alle seine Selbstheilungskräfte bündeln kann.

Wenn du dich im Wochenbett plötzlich krank fühlst solltest du immer Kontakt zu Hebamme oder Gynäkologe aufnehmen. Es gibt unterschiedlichste Gründe, die eine Erkrankung mit Fieber auslösen können.

Ist recht offensichtlich, dass der Auslöser deines Krankheitsgefühls ein Milchstau ist, stehen dir verschiedenste Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung.

Der schmale Grat zwischen Milchstau und Brustentzündung

Beim Milchstau ist ärztliche Hilfe nicht zwingend sofort notwendig – aber natürlich spätestens zu dem Zeitpunkt, wo du dich unwohl fühlst oder dir nicht selbst helfen kannst.

Besondere Vorsicht ist geboten, wenn du

  • bis vor kurzem wunde Mamillen hattest
  • die Symptome gleichzeitig auf beiden Brüsten auftreten

In beiden Fällen ist von einer Infektion auszugehen und du solltest SOFORT einen Termin mit deinem Gynäkologen vereinbaren.

Sollte eine beidseitige Brustentzündung festgestellt werden muss vor Beginn der Behandlung mit Antibiotika ein Abstrich genommen werden und zudem mit eurem Kinderarzt abgesprochen werden, ob eine Stillpause oder eine Mitbehandlung erfolgen muss. Dieser Sonderfall der beidseitigen Mastitis ist sehr selten und es kann sein, dass du eine IBCLC heranziehen musst, um ein sinnvolles Procedere mit deinen Ärzten zu besprechen.

Darüber hinaus ist der Gang zum Arzt dann angesagt, wenn das Fieber nach 24 Stunden weiter ansteigend ist oder nach 48 Stunden keine Besserung der Symptome in Sicht ist.

Es kann sein, dass du einmal einen Milchstau bekommst und ihn mit Hilfe von einfachen Maßnahmen schnell gelindert bekommst.

Ebenso kann es sein, dass dich ein Milchstau mit einer ungewöhnlichen Kombination von Schmerzsymptomen ohne Fieber über Wochen herumtreibt.

Solltest du dir nicht sicher sein, ob du einen Milchstau ohne Fieber hast und spricht ein Teil der Symptome dennoch dafür? Dann achte doch mal besonders unmittelbar nach dem Stillen darauf, ob sich ein verstopfter Milchgang gebildet hat. Den erkennst du meist daran, dass sich irgendwann ein kleiner weißer oder gelber Punkt auf der vordersten Mamillenspitze zeigt.

Hattest du schon einmal einen Milchstau?

Woran konntest du ihn erkennen? Was war ungewöhnlich?

Lasst uns in den Kommentaren eure Erfahrungen zusammentragen, um anderen Mamas zu helfen, schnelle Hilfe bei Milchstau zu bekommen.

Alles Liebe und bis bald,
~Tabea

PS: mein Videoberatungs-Baustein „Hilfe bei Milchstau“ ist derzeit in der zweiten Beta-Testrunde und daher für 37.- statt später 57.- EUR erhältlich. Leidest du unter Milchstau und möchtest Test-Nutzerin dafür werden, dann schreib mir an tabea@mama-baby-vision.de

Tabea Laue | Kinderkrankenschwester & IBCLC-Stillberaterin

Ich helfe dir bei Stillproblemen und Fragen im Leben mit deinem Baby. Weinen, Verwöhnen, Bedürfnisse, Schlafen, Beikost und bis hin zum Abstillen. Oder auch zum Weiterstillen in einer Folgeschwangerschaft. Alles hat seinen Raum.
Im Blog findest du dazu viele Gedanken und Anregungen - individuelle Beratungen finden per Videochat & Hausbesuch statt.
Schön, dass du da bist.

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