Schwangerschaft
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4 gute Gründe, warum du deine Schwangerschaftsvorsorge unbedingt mit deiner Hebamme machen solltest

Warst du schon bei den ersten Vorsorgeuntersuchungen?

Gehst du zum Arzt?

Zur Hebamme?

Teilst du auf?

“Im Idealfall arbeiten Hebammen und Ärzte in den Untersuchungen der Schwangerschaft Hand in Hand”

… lese ich in einem Schwangerschaftsmagazin.

Doch was bedeutet das für dich?

Ist es vielleicht das Beste, wenn eine Hebamme direkt in der Praxis deines Arztes ist?

Oder eine freie Hebamme.

Wenn du in einer vorangegangenen Schwangerschaft bereits Hebammenvorsorge hattest, liegt die Entscheidung für die meisten Frauen tatsächlich bereits auf der Hand.

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Und am wichtigsten: Was DU tun kannst.

Du zögerst noch.

Nur zur Hebamme zu gehen scheint dir zu alternativ zu sein?

In den Empfehlungen für die Vorsorgeuntersuchungen in der Schwangerschaft werden gynäkologischer Arzt und Hebamme als absolut ebenbürtig genannt. Auch wenn so mancher Arzt dies nicht wahr haben möchte.

Betrachtet man die Fakten, gibt es durchaus klare Gründe, die für eine Vorsorge durch die Hebamme sprechen!

1. Sie hat Zeit für dich

Kurz, kürzer, am kürzesten“.

Hast du so schon einmal die Vorsorgeuntersuchung beim Frauenarzt erlebt?

Der Hauptgrund aus dem Frauen mit der Schwangerschaftsvorsorge bei ihrem Frauenarzt nicht zufrieden sind ist mangelnde Zeit.

Bei manchen hinterlässt der Kauf des “Ultraschall-Flat-Rate-Paketes” im Nachhinein einen schalen Beigeschmack, denn das ist die einzige Zeit, die sie ihren Arzt überhaupt sehen.

Für die Entscheidung über Untersuchungen erhalten sie ein Merkblatt oder einen Flyer.

Bei der Hebammenvorsorge ist das anders. Die meisten von ihnen nehmen sich eine geschlagene Stunde Zeit.

Die wird effektiv genutzt.

Denn: Sie hört dir zu.

Es geht dabei um dich. Um deine Herausforderungen im schwangeren Alltag. Um deine Gefühle im Umgang mit der Schwangerschaft. Du und dein Baby – ihr steht im Mittelpunkt.

Du bist auch diejenige, die die Themen bestimmt, die ihr besprecht. Sie gibt dir mit ihrer Zeit den Raum dafür.

2. Sie führt eine vollwertige Vorsorge durch

Bei einer Hebamme kommt zwar kein Ultraschallgerät zum Einsatz, aber die normalen Untersuchungen beinhalten diese auch gar nicht.

Ebenso, wie die meisten Ärzte, kann sie mit einem Labor zusammenarbeiten und alle benötigten Werte ermitteln lassen.

Viele Werte lassen sich aber auch sofort mittels spezieller Laborteststreifen ermitteln.

Alles das, was in einer Arztpraxis eine Arzthelferin macht, wird in der Hebammenvorsorge direkt von deiner Hebamme durchgeführt. So kann sie dir auch unmittelbar sagen, was die ermittelten Werte zu bedeuten haben.

Und natürlich empfiehlt sie dir bei Bedarf ärztliche Kontrollen, wenn dies aus medizinischer Sicht notwendig ist.

Wenn es darüber hinaus Fragestellungen gibt, auf die dir scheinbar nur eine ärztliche Untersuchung die Antwort geben kann, besprichst du am Besten mit deiner Hebamme, ob es vielleicht sogar Alternativen zu zb. Ultraschalluntersuchungen gibt. Da denke ich zum Beispiel an die Feststellung einer Schwangerschaft und die Berechnung des voraussichtlichen Geburtstermins.

3. Sie vermittelt dir Sicherheit

Neben den medizinischen Aspekten hat eine Hebamme auch dich und deine individuelle Situation im Blick.

Sie hilft dir die Veränderungen deines Körpers, deiner Emotionen und deiner Wahrnehmung besser zu verstehen.

Deine Schwangerschaft ist ein völlig natürlicher Prozess.

Auch wenn es dir beim ersten Mal völlig fremd erscheint, was da mit dir passiert.

So bist du mit neuen Gefühlen konfrontiert. Dein Bauchgefühl wird sich verändern.

Deine Hebamme kann dich auf diesem Weg begleiten und stärken.

Die körperlichen Veränderungen die während deiner Schwangerschaft entstehen sind immens. Deine Hebamme kann dir helfen auch diese zu verstehen.

Mit ihr kannst du lernen, wie du die Lage deines Babys ertastest.

Es kann auch sein, dass sie dich ermuntert in dich hinein und auf dein Baby zu hören. So kann es sein, dass sich dir eine Tür zu dir selbst eröffnet.

Genau das ist der Punkt an dem dein Bauchgefühl und dein Vertrauen in dich selbst massiv wachsen kann.

Beides ist wichtig für die Vorbereitung auf die Geburt und dein zukünftiges Leben als Mama.

4. Sie begleitet dich auch nach der Geburt

Bei den meisten Hebammen, die als freiberufliche Hebammen in der Vorsorge arbeiten, bieten dir auch eine Begleitung im Wochenbett zu Hause an. So kannst du als besonderes “Goodie” diese Person bereits ganz in Ruhe kennenlernen.

Dann, wenn all die neuen Mama-Gefühle tageweise über dich hineinbrechen hast du die Sicherheit, dass du diesem Menschen, der dich und dein Baby begleitet wirklich vertrauen kannst.

Auch dein Partner kann sie in der Schwangerschaftsvorsorge mit dir gemeinsam kennenlernen. Er weiß dann an wen auch er sich wenden kann, wenn Fragen auftauchen, die zu zweit nicht zu beantworten sind.

Solltest du keine Hebammenvorsorge in Anspruch nehmen ist es dennoch sehr sinnvoll frühzeitig in den ersten Schwangerschaftswochen Kontakt zu einer Nachsorgehebamme aufzunehmen.

Jana vom Hebammenblog schreibt diesbezüglich “es ist niemals früh genug“.

Fazit zu den Gründen die dafür sprechen, die Schwangerschaftsvorsorge mit einer Hebamme zu machen

Es ist wunderbar und gut möglich alle Untersuchungen durch eine Hebamme durchführen zu lassen.

Du kannst einzelne oder alle drei einkalkulierten Ultraschalluntersuchungen, die von der Krankenkasse bezahlt werden, von einem Arzt durchführen lassen. Bei deinem Gynäkologen oder einem Arzt mit einer speziellen Weiterbildung (Degum 3).

Auch bei Beschwerden, die du mit deiner Hebamme gemeinsam nicht in den Griff bekommen konntest, kannst du jederzeit auf weiterführende medizinische Unterstützung zurückgreifen.

Alle Freiheiten bleiben dir erhalten.

Jederzeit kannst du entscheiden für eine spezielle Fragestellung einen Arzt oder einen anderen Experten aufzusuchen, wenn dir dein eigenes Gefühl dazu rät.

So kann man sagen erhältst du mit der Inanspruchnahme der Vorsorge durch eine Hebamme tatsächlich viel mehr als nur ein alternatives Vorsorgeprogramm.

Natürlich gibt es – wie eingangs erwähnt – auch Arztpraxen, in denen Hebamme und Arzt eng zusammenarbeiten. Wenn du allerdings in deiner Hebamme auch eine Instanz für eine zweite Meinung haben möchtest, empfehle ich dir, beides getrennt zu halten. So beugst du Loyalitätskonflikten auf derer Seite zu Gunsten deinem Interesse an einer Auskunft über verschiedene Standpunkte vor.

Bei einer geteilten Vorsorge, in der du abwechselnd einen Termin bei Arzt oder Hebamme wahrnimmst, kann es sein, dass du mit gänzlich unterschiedlichen Empfehlungen konfrontiert wirst.

Hier ist es wichtig, dass du dir klar wirst, ob du selbst dafür sorgen möchtest eigenständige, informierte Entscheidungen zu treffen, oder ob es dir lieber ist nur einen Empfehlungsgeber zu haben und seinen Empfehlungen zu folgen.

Und du?

Hast du schon eine Hebamme die dich begleitet?

Wenn ja, schreib doch in den Kommentaren, in welcher Woche du sie kennengelernt hast und was dir am wichtigsten war!

Alles liebe und bis bald,
~Tabea

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Tabea Laue | Kinderkrankenschwester & IBCLC-Stillberaterin
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