Schlafen, Stillzeit
Schreibe einen Kommentar

Baby-Schlaf-Challenge als berufstätige Teilnehmerin – macht Babyschlaftraining unnötig

babyschlaftraining unnötig

In der Baby-Schlaf-Challenge haben bereits mehrere tausend Teilnehmerinnen ihre Schlafsituation neu beleuchtet.

Nicht immer ist es easy, die notwendige Zeit dafür freizuschaufeln.

Martina war selbst Teilnehmerin der 2. Baby-Schlaf-Challenge.

Sie lebt mit ihrer kleinen Familie aus Mann und 1jähriger Tochter in der Schweiz und arbeitet als Lehrerin. Sie war einverstanden, dass wir hier ihre gemeinsame Reise und Erlebnisse teilen.

Ich freue mich, dass ich ihre Geschichte teilen darf, denn sie zeigt, wie wertvoll die Teilnahme sich auswirken kann! Außerdem zeigt sich: es ist NICHT notwendig an deinem Stillkind herumzumanipulieren oder abzustillen, um WIRKLICH Veränderungen und Erleichterung zu erreichen.

Aber lies selbst…

Alle wollen immer mitreden

Schon vor Beginn hatten wir Kontakt und Martina schrieb mir:

“Meine Tochter wird bald eins. Wir stillen, sie nimmt die Flasche nur, wenn sie starken Hunger hat. Ich pumpe während der Arbeitszeit ab. Mein Vorrat ist klein, aber er reicht aus. Das war schon mit 4 Monaten so. Meine Stillberaterin bekräftigte mich in unserem Tun. Sie trinkt in der Nacht mehr und am Tag weniger. Sie isst seit vier Monaten alles, was gekocht wurde und was sie darf. Milch und Fleisch geben wir noch nicht, auch wenn wir dürften. Sie wollte keinen Brei und die Reifezeichen kamen mit etwa 8 Monaten.

Alle wollten immer mitreden. ‘Gib das, gib ihr das, stille ab, gib‘ ihr Pre, sie soll jetzt bei sich im Zimmer schlafen, warum stillst du noch, du siehst müde aus, du kannst doch nicht Vollzeit arbeiten’ und und und. Das verunsicherte mich und den Papa ebenso. Tun wir das Richtige, damit sie sich gut entwickelt? Stimmt das so für uns?

Ich erhoffe mir, Inputs und Gedankenanstösse für uns. Damit wir uns noch weiterentwickeln können. So, dass es für uns als Familie stimmt. Wir tauschen uns oft aus und suchen immer wieder neue Lösungen und Anpassungsmöglichkeiten, wenn es einmal nicht mehr gestimmt hat.”

Bevor deine Tochter geboren wurde, hattest du dir sicher auch Gedanken gemacht, wie ein guter Schlafplatz aussehen könnte…?

“Ich habe mir, wie bei fast allem, gesagt: es kommt, wie es kommt und das war auch gut so bisher.”

Das ist in meinen Augen ja tatsächlich sehr sinnvoll – denn niemand weiss vorher, was da für ein Mensch in die Familie dazu kommt.

“Aber es braucht auch Ausdauer dazu zu stehen, weil die gut gemeinten Ratschläge immer kommen. Wir haben von Anfang an ein 90x200cm grosses Bett gekauft und sie schläft mit einer schlafsackähnlichen befestigten Decke auf ihrer grossen Matratze. Sie ist bei uns im Zimmer. Momentan bei mir im Ehebett und mein Mann ist in ihrem Kinderbett. Es hat sich gerade so ergeben, aber es wird sich auch wieder anders ergeben.
Was ich mir schon anhören musste. Sie fühlt sich wohl darin und mir ist es lieber, sie fällt uns nicht aus dem Bett. Jede/r so wie’s passt. Ich glaube, sie mag das umschlossen sein.”

Eigenen Schlafmangel in der Baby-Schlaf-Challenge reduzieren

Dann ging es in die Baby-Schlaf-Challenge. Wir sprachen über die Möglichkeiten, um den eigenen Schlafmangel zu reduzieren. Ich kann mir vorstellen, dass das gar nicht so einfach war.

“Ich arbeite tagsüber. Abends wenn sie dann schläft, schlafe ich mit ihr oder ich liege neben ihr, weil ich mich nicht entfernen kann. Das ist auch der Grund, weshalb sie nun bei mir im Bett schläft, weil ich mehr Platz habe, als mit ihr auf ihrer Matratze. Ich würde es schätzen, wenn ich mich entfernen könnte und sie alleine weiterschläft.
Abends drücke ich deshalb oft am Handy rum, aber ich möchte diese Zeit nun mehr für mich nutzen. Ein Buch lesen, einen Film schauen, einen Podcast hören.
Sie macht tagsüber schon einige Sachen, wenn sie nicht schläft. Mein Mann nutzt ihre Schlafzeit für sich, um sich zu informieren, sich zu erholen. Er hat einen guten Nachtschlaf und schläft nur selten, wenn sie tagsüber schläft.”

Martina, du schienst bereits alles richtig zu machen. Trotzdem hast du dir wirklich Mühe gegeben, die erste Aufgabe nochmal besser in deinen Alltag zu integrieren und hattest dabei eine sehr wichtige Erkenntnis, richtig?

“Ich konnte zum Aufholen von fehlendem Schlaf tagsüber nicht mitschlafen, aber habe mich abends mit hingelegt und jetzt bin ich schon hellwach. Es ist super mit so viel Zeit in den Tag zu starten.”

Ganz ehrlich muss man auch sagen, dass du dir schon vor der Baby-Schlaf-Challenge viele Gedanken über ein für euch passendes Setting gemacht hast. Welche Gedanken hattest du dir über euren Schlafplatz gemacht?

“Wir haben vor der Challenge unsere Schlafplätze umgestellt, weil ich zu wenig Platz hatte. Unsere Tochter stillt in der Nacht noch 2-4 mal. Im Sprung sogar stündlich und wehe, ich gehe weg. Drum musste ich bei ihr schlafen, zu zweit auf 90cm – jetzt geht’s langsam wieder mit Abstand. Wir haben 1.80m Platz und sie hat eine eigene Matratze und ich meine, sowie jede einen eigenen Rost. Bisher schlafen wir viel besser. Ich vermisse aber meinen Mann nach fast 10 Jahren zusammen schlafen, auch ein wenig. Es ist praktisch und als Berufstätige benötige ich den Schlaf dringend. Drum stellen wir gerade andere Bedürfnisse höher, als das Schlafen in einem Bett.”

Ist die Baby-Schlaf-Challenge ein Babyschlaftraining?

Nun ist es ja so, dass viele Menschen und auch Fachkräfte oder Babyschlafberatungen weiterhin der Meinung sind, dass man das Schlafverhalten eines Babys ändern müsse…

Im Verlauf der Aufgaben in der Baby-Schlaf-Challenge kamst du zu einer wichtigen Erkenntnis:

Mein Kind lebt mit den Konsequenzen und nicht die Leute mit ihren Ratschlägen.
Sie leidet, wenn sie sich in den Schlaf weint und wir auch. Sie leidet, wenn sie in der Nacht nicht stillen darf und nicht die Dame, die mir zum abstillen geraten hat. Ihr Vertrauen in mich wird geschmälert und nicht ihr Vertrauen in die Leute mit den Tipps.
Und: wenn ich überzeugt bin, fällt es uns leichter.”

Was auch immer im Verlauf der 5 Tage geschehen ist – am letzten Tag hast du das hier berichtet:

“Unsere Tochter hat das erste Mal seit ihrer Geburt zwei Stunden alleine in ihrer neuen Schlafumgebung geschlafen. 12 Monate lang ist sie nur mit Begleitung eingeschlafen und kaum stand man auf, war sie wach. Heute konnte sie alleine schlafen und ich schaute ab und zu vorbei, ob sie nicht spielt. Für viele Mamis und Papis ist dies vielleicht die Normalität, aber für uns ist es ein Erfolg. Wir hoffen auf weitere Erfolge und bleiben flexibel.
Es waren in der Baby-Schlaf-Challenge simple Tipps, doch wichtige. Wir sprachen viel über den Schlaf und über unsere Wünsche und Bedürfnisse. Das ist gut für uns. Danke für deine Inputs.”

Und ihr habt noch nicht aufgehört zu reden …
“Wir sind weiter fleissig am darüber reden. Zuhause und auch im Mindful Mama Clan bin ich am mitlesen und kommentieren. Oft hilft es mir dabei, die anderen Möglichkeiten, die es gibt zu hören und für uns umzumünzen, was möglich ist.”

Was ganz klar wird: Babyschlaf ist – auch wenn die Baby-Schlaf-Challenge sich an die Stillmamas vorrangig richtet – keine One-Woman-Show. Man sagt “Es braucht ein Dorf, um Kinder großzuziehen” und letztlich braucht es einfach genug Schultern auf die sich die Begleitung von Kindern verteilen.

Klar. Natürlich braucht es auch oft die Bereitschaft zur Reflexion – ohne die sind wirklich individuelle Wege, die die Bedürfnisse aller berücksichtigen kaum möglich.

“Die Kleine schläft in aller Seelenruhe neben mir. Sie ist einfach kurz und ohne Tamtam eingeschlafen. Und wenn ich merke, mir dauert die Begleitung zu lange, rufe ich meinen Mann. Dieser nimmt sie in die Tragehilfe und sie schläft so schnell ein.

Nun, Kinder haben ihre Sprünge und vor der Challenge war ihr Einjahressprung. Es war sehr zäh. Es frustrierte uns beide. Die Anmeldung kam wie gerufen. Schon da hatte ich Kontakt mit Tabea. Schon da erklärte sie, dass es viele Wege und Möglichkeiten gibt und sie bedürfnisorientierte Lösungen die Besten findet.”

Weil du berufstätig bist, hast du dir die Inhalte der Baby-Schlaf-Challenge so eingeteilt, dass du sie gut in deinen Alltag integrieren konntest…

Zeit für die Baby-Schlaf-Challenge finden

“Ich habe trotz 100% Pensum täglich Zeit gefunden die Videos zu schauen. Ich fand es super, dass täglich ein Mail kam, im Link ein Beschrieb stand und das Video kurz war und dennoch viele Gedankenanstösse enthielt. Alle drei Teile müssen nicht am Stück gemacht werden. Die Mails las ich morgens, die Videos schaute ich abends, die Worksheets beschäftigten mich am Tag.

Seit Wochen war ich am Überlegen, ob wir abstillen sollen und ob, ich meinen Körper nun nach 12 Monaten & 10 Monate Schwangerschaft noch teilen mag oder ob ich ihn wieder für mich haben will.

Meine Tochter benötigte manchmal enorm lange, bis sie einschlief und sie turnte immer auf mir rum. Durch den Kaiserschnitt tut es mir aber weh, wenn sie mir auf dem Bauch herum turnt.

Ich bin so froh, dass ich auf deine Seite und die Challenge gestossen bin! Es sind fünf einfache Tipps. Der Austausch auf der Plattform ist sehr wertvoll. Ich konnte für mich sehen ‘Du bist nicht alleine und komm, ich zeig dir, wie es bei uns ist.’

Ich lege sie allen ans Herz, ich sprach viel davon auch am Arbeitsplatz, es ist so toll! Jede, die sich damit beschäftigt, wie ihr Kind besser schläft, hat täglich 5-10 Minuten Zeit die Videos zu schauen und sich Gedanken zu machen.

Liebe Tabea, wir bedanken uns herzlich für die Challenge. Sie wird uns noch weiter begleiten und wenn es wieder zäh wird, denken wir an die Inputs zurück. Es wird immer wieder Zeiten geben, in denen wir uns reflektieren werden. So dass alle von uns zufrieden schlafen können – auch wenn es für uns im Moment bedeutet in getrennten Betten zu schlafen. Es stimmt für uns und du hast uns den Mut dazu gegeben.

Vielen Dank.”

Liebe Martina. Ich danke dir. Ich habe großen Respekt, dass du dir neben Familie und Beruf so viel Zeit genommen hast jede Aufgabe wirklich im Detail zu durchdenken. Darüber hinaus warst du so aktiv in der Community und hast so vieles aufgesogen.

Ich freue mich, dass dieses Pflänzchen bereits erste Triebe hat. Ich bin mir sicher, dass ihr auch weiter die wichtigen Wege für euch findet. Ganz nach dem Grundsatz, den du bereits verinnerlicht hast: ‘Es kommt, wie es kommt.’ Und gleichzeitig mit der Zuversicht, dass es immer eine Möglichkeit gibt, die dir auch gerecht wird.

Danke, dass ich deine Reise durch die Baby-Schlaf-Challenge hier teilen durfte.

Sei bei der nächsten Baby-Schlaf-Challenge dabei!

Möchtest DU bei der nächsten Baby-Schlaf-Challenge dabei sein? Dann trag‘ dich hier ein. Garantiert kostenfrei!

Ich freue mich drauf, dir und deiner Familie helfen zu dürfen einen ersten Schritt zu machen.

Alles Liebe,
Deine Tabea

Gleich mit Freunden teilen!
Letzte Artikel von Tabea Laue | Stillen, Schlafen, Mama-Sein (Alle anzeigen)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.