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14 Utensilien, die in keiner Kliniktasche fehlen sollten! – Serie: {Rund um die Kliniktasche}

Kliniktasche packen
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In meiner Serie {Rund um die Kliniktasche} habe ich dir schon Tipps gegeben, wie du für deine Kliniktasche das zu dir passende “Pack-System” findest und welche Kontakte du dir jetzt schon zusammenschreiben kannst, um es nach der Geburt einfacher zu haben.

Was genau du in deine Kliniktasche packen möchtest ist natürlich immer viel vom persönlichen Geschmack abhängig. Doch es gibt einige Utensilien die nicht fehlen dürfen!

Dabei empfehle ich dir eine Kliniktasche zu packen, egal, ob du planst deine Geburt ambulant oder stationär zu erleben. Letztlich kann es für dich immer noch einen Grund geben, dich in die eine oder andere Richtung umzuentscheiden.

Wenn du merkst, dass das Packen der Kliniktasche Ängste in dir auslöst, weil du dich noch nicht bereit für eine Geburt fühlst oder weil du dich entschieden hast zu Hause zu gebären und den Gedanken an eine Klinik nicht ertragen kannst, ist das völlig in Ordnung.

Schau, wann es dir besser damit geht.

Oder du setzt deinem Mann einfach ein Bookmark auf diesen Artikel, damit er weiß, was er für dich packen soll, wenn es doch anders käme als geplant.

Zu meiner eigenen Geburt war es ähnlich. Ich war in einem Geburtshaus verabredet. Dennoch fand ich den Prozess mich auch auf die Möglichkeit einer Geburt in der Klinik mit anschließendem Aufenthalt vorzubereiten wichtig. So wäre es im Fall der Fälle nicht so sehr auf mich hereingebrochen.

Aber nicht nur für einen stationären Aufenthalt ist eine Kliniktasche praktisch.

Auch für das heimische Wochenbett ist es prima, das wichtigste “bei der Hand” zu haben. Umsonst gepackt hast du dann auf keinen Fall!
Doch zuerst die Frage:

Welcher Koffer ist am geeignetsten, um deine Kliniktasche zu werden?

Da der Platz in den Klinikzimmern doch recht begrenzt ist, werden Hartschalenkoffer leider oft zu einem unüberwindbaren Hindernis. Zwischen Erwachsenenbetten, fahrbaren Nachtkästchen, Babybettchen und Besucherstühlen kommt im häufigen Falle keiner mehr durch, wenn es auch noch einen solchen Koffer zu beherbergen gibt.

Deutlich geeigneter sind einfache Reisetaschen. Sie finden nahezu überall Platz.

Zum Beispiel unter deinem Bett, so dass du auch mal mit dem Arm nach etwas “angeln” kannst. Oder komplett ausgeräumt aufrecht im schmalen Kleiderschrank des Raumes. Wenn du dich wirklich auf das Notwendigste beschränkst, wirst du sogar mit einer Sport-Tasche auskommen.

Was musst du unbedingt in deine Kliniktasche packen?

Die Anzahl der einzelnen Utensilien machst du abhängig davon, wie die Geburt geplant ist.

  • Planst du eine ambulante Geburt reicht es aus für 2 Tage zu packen.
  • Planst du einen stationären Aufenthalt packe für 4-5 Tage.
  • Planst du einen Kaiserschnitt packe für 4-7 Tage.

So hast du einfach immer etwas “Luft”, damit dein Partner im Notfall genug Nachschub bringen kann.

1. Unterwäsche

Wähle deine Unterhosen mit Bedacht.

In den ersten Tagen nach deiner Geburt, wird deine Blutung stärker als an deinen stärksten “Tagen” ausfallen. Vielleicht erinnerst du dich – ist ja schon ein wenig her.

Der Wochenfluss kommt häufig schwallartig und kann auch mal neben die Binde gehen. Von Tampons wird während dem Wochenfluss abgeraten.

Am besten eignen sich fürs gesamte Wochenbett schwarze, bequeme Slips mit einem sehr hohen Baumwollanteil. Reine Baumwollslips sind selten zu finden und dann häufig nur in weiß.

Schwarze Baumwollslips gibt es immer wieder bei den Discountern im Angebot oder von Markenherstellern, wie Calida. Es sind jeweils 1-3% Elastane eingearbeitet, die für einen bequemeren Sitz sorgen.

Vom Schnitt her wähle ruhig einen sehr bequemen Schnitt, der etwas über die Bauchdecke reicht – anders als die Slips, die du vielleicht aktuell in der Schwangerschaft bevorzugst.

Falls du nicht sofort ein passendes Modell findest lohnt sich die hartnäckige Suche!

Mit Spitze-Kunst-und-Wunder-Slips fängst du im Wochenbett, während du vielleicht eh vermehrt schwitzt, echt an zu müffeln. Verzichte auf den Versuch 😉

Ein BH ist im Wochenbett gar nicht zwingend notwendig. Manchmal engt er sogar zu sehr ein, selbst wenn er eigentlich passt.

Absolutes Tabu sind schlecht waschbare Materialien und Bügel.

Damit deine Brustwarzen sich zwischen dem Stillen gut erholen können, sollten sie möglichst wenig “Druck” ausgesetzt sein. Den BH kannst du also auch getrost zu Hause lassen. Oder du lässt ihn an den Stillverschlüssen offen, damit der Druck gering bleibt.

Das geht auch mit einem Bustier.

2. Stilleinlagen

Gerade zu Beginn der Stillzeit muss sich die Milchproduktion erst noch einpendeln. Da ist es ganz verständlich, dass auch einmal etwas “überläuft”.

Wie oben beschrieben ist es gleichzeitig wichtig, dass du deinem Busen viel “Luft” geben kannst.

Daher wirst du nicht viele Stilleinlagen brauchen. Zwei Pärchen werden völlig reichen!

Am Besten ist es wirklich, wenn du sie nur zum rausgehen oder für Termine nutzt.

3. Socken

Auch im Sommer! Klinikflure sind absolut nicht zum barfuß gehen geeignet.
Im Winter ruhig auch ein paar Wollsocken zusätzlich.

4. Nachtwäsche

In einer Klinik ist immer Betrieb. Am Tag und in der Nacht. So kann es sein, dass du mitten in der Nacht auch eine neue Zimmer-Mitbewohnerin bekommst.

Nimm dir etwas leichte Kleidung für die Nacht mit, damit du dich – auch vor ihrem Partner – nicht ganz so nackig fühlst.

5. Jäckchen

In Schichten zu denken ist im Wochenbett total wichtig!

Während es dir im einen Moment zu kühl ist, erfasst dich im nächsten Augenblick die Hitzewelle.

Ein Jäckchen oder Bolero kann deine Nacken-Schulterpartie gut warm halten, auch wenn du wenig oder gerade auch einmal gar nichts darunter trägst, weil du stillen übst. Damit vermeidest du Verspannungen.

6. Shirts

Wähle deine Oberteile mit Bedacht aus. Oder willst du dich immer erst umziehen müssen, wenn dein Baby das nächste Stillen erwartet?

Ein paar Knöpfe reichen da meist nicht. Entweder du wählst ein Shirt, welches sich auf der Vorderseite wirklich komplett knöpfen lässt. Oder einen tiefen V-Ausschnitt mit dehnbarem Material.

Ersteres ist beim Stillen-Üben meist besser. Gerade bei der intuitiven Stillposition – aber auch sonst – wird häufig der Haut-zu-Hautkontakt zwischen dir und deinem Baby benötigt.

Gemeinsam mit einem dünnen Überjäckchen reichen dir voraussichtlich sogar Trägershirts – denn durch die Hormone und das viele Haut-auf-Hautkuscheln mit deinem Baby wird dir meist recht warm sein.

7. Hose

Auch wenn dein Baby nicht mehr in deinem Bauch wohnt: bequeme (!) Hosen sind im Wochenbett das A und O.

Ein tiefer Bund kann dabei schnell drücken, ebenso ein fester Gummibund.

Jogginghosen mit anpassbarem Bund oder deine bequemsten Schwangerschaftshosen sind für das Wochenbett und natürlich auch die Zeit im Krankenhaus gerade gut genug!

8. Handtücher

Eine Klinik ist kein Hotel!

Zwar werden im “Privatzimmer” häufig frische Handtücher zur Verfügung gestellt.

Darüber hinaus in manchen Häusern auch auf Nachfrage. Doch regulär ist die Versorgung mit Handtücher nicht vorgesehen.

Angesichts des Wochenflusses rentieren sich vor allem rote oder dunkle Handtücher. Statt zwei großer Duschtücher kannst du auch mehrere, platzsparend wären kleine Gästehandtücher, jeweils frisch für den Intimbereich nutzen.

9. Hausschuhe

Viele Menschen, schmutzige Schuhe – lange Flure … nass gewischte Böden, Wege zur Untersuchung … muss ich mehr erläutern?

Die Hausschuhe gehören zu den am meisten vergessenen Utensilien in der Kliniktasche!

10. Tüten

Egal ob du Mülltüten, Papiertüten oder Einkaufstüten einpackst – nimm wenigstens 2 oder 3 mit. Selbst wenn auf dem Hinweg noch Platz in deiner Kliniktasche war, am Ende deines Aufenthaltes fehlt davon meist jede Menge.

So bist du gut gerüstet, um Schmutzwäsche auf Seite zu packen und Geschenke von Besuchern unterzukriegen.

11. Notizheft & Stift

Glaub mir – dein Hirn wird ein Sieb sein.

Du hast eine Frage, die Schwester kommt herein und du hast sie vergessen.

Es gibt einfach wichtigeres in deinem Kopf, als deine Frage gerade.

Ein ganzes Notizheft geht auch schwieriger verloren als ein Zettel 😀

So kann das geduldige Papier für dich aufbewahren, was du dir merken wolltest, was du erfragen wolltest oder was du doch noch von zu Hause brauchst 😀

12. Papiere zur Anmeldung

In Kreiskliniken ist es häufig üblich, dass die ganzen Anmelderoutinen für dein Baby direkt über die Klinik abgewickelt werden können.

Dazu sind häufig Geburtsurkunden, bzw. beglaubigte Kopien und ebenso die Heiratsbescheinigung notwendig. Beim Standesamt kannst du erfragen, was alles benötigt wird.

Wenn ihr nicht verheiratet seid, ist auch eine Vaterschaftsanerkennung notwendig.

Die sogenannte Geburtsanzeige bekommt ihr als Formular mit den ersten Daten nach der Geburt von eurer Hebamme – fehlende Daten ergänzt ihr selbst.

13. Tragetuch

Eher ungewöhnlich ist es ein Tragetuch oder einen Ring-Sling mit in die Klinik zu nehmen.

Doch es macht Sinn!

Viele Wöchnerinnenstationen bieten inzwischen ein Frühstücksbuffet, immer wieder stehen Wege an, um zu einer Untersuchung zu gelangen. Oder Getränke aus der Teeküche zu holen.

Gerade wenn dein Baby am Anfang ungern im fahrbaren Bettchen liegt, ist das Tragetuch schon ab dem ersten Tag eine Entlastung! So ist dein Baby gut warmgehalten, wenn es über die Flure geht.

14. Toilettenkrams

Ein neutrales Duschgel, eine Haarbürste, ein Zopfgummi … und ganz wichtig: Zahnbürste nicht vergessen. Nicht jede Klinik hat einen Kiosk!

Nimm wirklich nur mit was dir dringend wichtig ist.

Statt einem stark parfümierten Deo kannst du ein geruchsfreies wählen oder einen Deo-Stein. Dein Baby ist ja noch völlig neu in der Welt all dieser verschiedenen Gerüche und genießt es “Mama pur” zu schnuppern. So klappt das gut, ohne dass du dich müffelig fühlen musst.

Fazit.

Wirklich viel brauchst du in der Klinik nicht. Am besten du wählst mit Bedacht aus, was du wirklich brauchst.

Da viele Frauen in der Klinik recht schnell feststellen, dass der Aufenthalt mehr Kräfte raubt, als gibt, behalte im Hinterkopf, dass du auch zu Hause gut aufgehoben bist und dich sogar noch besser ausruhen kannst.

Aber nun erzähl du mal: Was darf in deiner Kliniktasche nicht fehlen?

Natürlich kannst du den Artikel unten auch einfach mit einem der Buttons teilen.

Alles liebe und bis bald,
~Deine Tabea

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Tabea Laue | Kinderkrankenschwester & IBCLC-Stillberaterin

Ich berate Frauen in der Vorbereitung auf die Stillzeit, helfe beim Lösen von Stillproblemen und darüber hinaus in allen Phasen der Stillzeit, beim Tandem-Stillen und bis hin zum Abstillen.
Tabea Laue | Kinderkrankenschwester & IBCLC-Stillberaterin

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